http://www.friedensbuendnis-esslingen.de/themen
In Aktion

Klausur 2012



VertreterInnen von mehreren Esslinger Organisationen treffen sich zur jährlichen Klausur und machen die Planung für 2012


In der Frankfurter Rundschau vom 24.12.2011 war bei der Anzeige "Weil wir Frieden wollen ..." auch das "Esslinger Friedensbündnis" bei den Mitfinanzierenden mit dabei.

Hier geben wir den auf der Kopie nicht ganz erkennbaren Text wieder:

"Weil wir Frieden wollen ...

Wir leben in einer Zeit größter Verunsicherung durch die dramatische weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, verbunden mit Demokratieabbau und der Androhung neuer Kriege. Als Rechtfertigung für militärische Interventionen werden humanitäre Ziele vorgeschoben.

Den wirtschaftlich und politisch Herrschenden müssen Kriegsabenteuer wie in Afghanistan, Irak und Libyen unmöglich gemacht werden. Militärischen Interventionen gegen Syrien und den Iran widersetzen wir uns.

Wir fordern den sofortigen undbedingungslosen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und von allen anderen Auslandseinsätzen. Waffenexporte sind zu verbieten. Der konfliktreiche Nahe und Mittlere Osten ist in eine atomwaffenfreie Zone umzuwandeln. Atomwaffen müssen weltweit vernichtet werden.

Wir stellen uns dem Werben für Militär und Krieg entgegen. Es ist für uns unerträglich, dass Krieg wieder als Fortsetzung der Politik  mit anderen Mitteln gelten soll. Wir bestehen auf der Einhaltung des Völkerrechts und der UNO-Charta mit ihrem strikten Gewaltverbot.  Angesichts unserer Geschichte sehen wir uns in besonderem Maße zur Wachsamkeit verpflichtet. Das schließt den Kampf gegen Rassismus, Neonazismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit mit ein. Wir wollen Frieden, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Demokratie und ökologische Vernunft durchsetzen.

müssen wir die Politik in die eigenen Hände nehmen."



Antikriegstag 1. September 2011


Gedenkstunde zum Antikriegstag 2011 an der Nikolauskapelle in Esslingen


Hanna Maier-Gschwend führt durch die Veranstaltung.


Die Hauptrede hält Tom Bittner: 
„Keine Militäreinsätze zur Durchsetzung von
Wirtschafts- und  Machtinteressen !“
Er zeigt, dass auch in Libyen diese Interessen im Vordergrund standen.



Matthias Burkhardt berichtet über die Versuche der Bundeswehr Schülerinnen und Schüler an den Schulen in Baden-Württemberg zu indoktrinieren.


Daniel Zimmermann trägt mit seinem wunderschönen Klarinettenspiel
wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.


Irene Hörburger und Margit Sandig legen den Kranz in der Kapelle nieder.



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Antikriegstag 1. September 2010

(Die Rede von Tom Bittner ist hier nachzulesen: Hier)

anti-kriegstag

Vor der Nikolauskapelle in der Inneren Brücke spielt bei der Gedenkfeier Antonia Beck Cello. Links und rechts Siggi Altherr-König (die durch das Programm führt) und der Hauptredner Tom Bittner vom DGB:

Kultur1

Der Schauspieler Klaus Lerm spricht Gedichte von Erich Fried:

Kultur2

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Regio-Radtour 2010 (siehe auch unter Veranstaltungen)

Kleine Bildergalerie:

Global Zero Now
Das Anliegen der Regio-Tour: Global Zero Now:
Keine Atomwaffen mehr bis 2020

Wolfgang Schlupp-Hauck

Wolfgang Schlupp-Hauck und Brigitte Schlupp-Wick im Gespräch mit einer der InitiatorInnen (SchülersprecherInnen und SchülerInnen von Heidelberger Schulen) der Aktion Völkerrecht von 2003.


Die Tour kommt
Die Tour trifft ein

Helfried Sandig
Hellfried Sandig vom Friedensbündnis

Siggi Altherr-König
Siggi Altherr-König vom Friedensbündnis begrüßt für die Veranstalter die TeilnehmerInnen der eintreffenden Tour

Die Band
Die Musikgruppe umrahmt die Veranstaltung vor dem Alten Rathaus in Esslingen

Tobias Hardt
Tobias Hardt vom Friedensbündnis am Saxophon


Der Schutzwall
Der "Schutzwall" der Aktion Völkerrecht gegen die Gefahr der atomaren Waffen (das "Esslinger" Teilstück)

Hanna Maier-Gschwend
Hanna Maier-Gschwend vom Friedensbündnis hilft den "Schutzwall" weiterzubauen

Bürgermeister Markus Raab
Bürgermeister Markus Raab hält die Rede zum Aufenthalt der Tour in Esslingen in Vertretung von OB Zieger (Mitglied der Mayors for Peace)

Margit Sandig vom Friedensbündnis
Margit Sandig spricht für das Friedensbündnis Esslingen unter dem Motto "Wir sind locker. Aber wir lassen nicht locker."



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Ostermarsch 2010

Friedensbündnis Esslingen: beim Ostermarsch
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Jürgen Rose, der Referent vom AK »Darmstädter Signal« (links) und Tom Bittner (rechts) bei der Veranstaltung Bundeswehr am Hindukusch - wie lange noch? 
am
12. März 2010 im Salemer Pfleghof

Jürgen Rose (links)  in Esslingen

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Regioradtour 2009 der Pacemakers
für die Abschaffung der restlichen Atomwaffen in Deutschland und aller Atomwaffen in der Welt
25. Juli 2009

Das Friedensbündnis Esslingen ist Mitveranstalter


Der Empfang der Tour in Esslingen wird vorbereitet:
Die  Ankunft der Regioradtour in Esslingen wird vorbereitet
Marla singt Friedenslieder


OB Zieger von Esslingen spricht zur Versammlung (Inzwischen ist die Tour eingetroffen):

OB Zieger spricht

Tom Bittner spricht für das Friedensbündnis
Tom Bittner spricht

Klaus Pfisterer bedankt sich
Klaus Pfisterer spricht

Auch Bürgermeister Fink aus Aichwald (wie Zieger Mitglied der Mayors for Peace-Bürgermeister für den Frieden) ist ein Stück mitgeradelt:
BM Fink Aichwald

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Antikriegstag 1. September 2008

Ankündigung Antikriegstag Ankündigung
                                               

   
Tom Bittner spricht  Tom Bittner spricht

Marla singt Friedenslieder
Marla singt                                                                         Friedenslieder

Helmut Maier hält die GedenkredeHelmut Maier hält die Antikriegstags-Rede*

Zuhörerinnen und ZuhörerZuhörerInnen

 Der Kranz in der Nikolauskapelle
Der vom Friedensbündnis Esslingen
niedergelegte Kranz


     *siehe unsere Themen                    

                             *****


Radtour gegen Atomwaffen




Friedensfahrer/innen trotzten am 12. Juli 2008 allen Wetterprognosen und und fuhren mit bis zu 80 Teilnahmer/innen, bunt geschmückt und gut gelaunt von Kirchheim/Teck über Ebersbach, Plochingen, Altbach, Esslingen und Köngen zurück nach Kirchheim/ Teck. Dieses so bisher einmalige Ereignis in Deutschland wurde lange vorbereitet und nun zum vollen Erfolg.

Start in Kirchheim/ Teck                      


Mit Brezeln und Kuchen wurden die Sportler/innen in Kirchheim/ Teck von Bürgermeister Günter Riemer begrüßt und anschließend begleitet. "Die Radtour wird trocken ankommen", prognostizierte er angesichts der unsicheren Wetterlage und er sollte Recht behalten. In Vertretung der Oberbürger- meisterin Angelika Heidecker-Matt verlas er ihre Grußworte: "...Heute bergen Atomwaffen das Risiko eines nuklearen Terrorismus, eines tragischen Unfalls oder militärischer Fehlkalkulationen....Und Terroristen lassen sich von Atomwaffen nicht abschrecken."



             

Ausstellung zu Atomtests im Pazifik begleiten Regio-Radtour in Ebersbach


Über Schlierbach ging es weiter nach Ebersbach. Unter der Federführung von Tobias Bollinger, Gemeinderat der Grünen, wurde dort die Ausstellung "Kein Bravo für Bikini" eröffnet, die sich mit den Atomtests im Pazifikraum seit den 1950er Jahren beschäftigt. Bürgermeister Edgar Wolf begrüßte die Teilnehmer/innen, nachdem auch er von Kirchheim aus mitgefahren war. Für ihn war das Kinder- und Jugendzentrum in Ebersbach genau der richtige Ort für die Rede, "ist die (noch ausstehende) Abschaffung der Atomwaffen doch eine zukunftsweisende Entscheidung für unsere Kinder und Jugend." In einem Grußwort des Bundestagsabgeordneten Walter Riester erinnnerte dieser an die ersten Abwürfe von Atombomben in Hiroshima und Nagasaki 1945: "Der Abwurf von Atombomben ist in so hohem Maß unmenschlich, dass er durch keine kriegerische Handlung zu rechtfertigen ist." Hauptorganisator Klaus Pfisterer von der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner konkretisierte diese Feststellung durch die Forderung: "Weltweit lagern 25.000 bis 30.000 Atomwaffen, viele davon jederzeit einsatzbereit. Mindestens 20 davon sind in Büchel in der Eifel stationiert. Im Ernstfall würden sie unter amerikanischem Befehl und unter amerikanischer Aufsicht von deutschen Piloten abgeworfen. Alle Atomwaffen weltweit müssen vernichtet werden."

Beitritt des Bürgermeisters Frank Buß zu den Mayors for Peace in Plochingen verkündet

Trotz Marquardtfest und internationalen Gästen ließ es sich der neue Plochinger Bürgermeister Frank Buß nicht nehmen, seinen Beitritt zu den Mayors for Peace den Teilnehmer/innen persönlich zu verkünden. Hier stieß auch der jüngste Radfahrer Jaques F. zum Teilnehmerfeld, der immerhin die ca. 12 km nach Esslingen und die selbe Strecke zurück auf sich nahm.

Auch die Bürgermeister Wolfgang Benignus und Nicolas Fink geben ihren Beitritt bekannt

In Altbach stoppten die Fahradfahrer/innen noch einmal, aus gutem Grund. Am Rathaus wartete Bürgermeister Wolfgang Benignus und wies auf die Sinnlosigkeit kriegerischer Auseinandersetzungen hin. Er sprach sich für eine Erinnerungskultur aus, um aus den Erfahrungen einer leidvollen Vergangenheit die Konsequenzen für eine friedlichere Zukunft zu ziehen. Auch gab er seinen Beitritt zu den Mayors for Peace bekannt. Damit wurde die Initiative der Mayors for Peace im Kreis Esslingen gestärkt, zumal auch Bürgermeister Nicolas Fink in Aichwald anlässlich der Regio-Radtour seinen Beitritt in dieser Woche erklärt hatte. Mittlerweile sind zehn Gemeinden im Landkreis Esslingen dabei. 

Friedensfest in Esslingen



Als laute Tröten ertönten, legte die Band "Ab ond Zo" los und sang "Verdamp lang her". Die Erinnerung an den Anfang der 1980ger Jahre war da, als die Menschenkette vom ehemaligen Atomraketenstandort Neu-Ulm nach Stuttgart über Esslingen verlief. So mancher saß jetzt auf den Bänken und dachte an die riesigen Demonstrationen, die sich vor allem gegen Pershing II- Raketen richteten, von denen noch mindestens 20 in Büchel in der Eifel gelagert sind. "Schaffen wir es in den nächsten zwei Jahren diese Waffen aus Deutschland zu bannen?" Margit Sandig als Rednerin des Friedensbündnisses bestärkte diese Hoffnung und meinte, dass sich dann die vielen Bemühungen von damals gelohnt hätten.
Als "eines von vielen kleinen Zeichen" bezeichnete Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger die Friedensradtour, "um aus den vielen kleinen ein großes auf dem Weg zur weltweiten atomaren Abrüstung zu machen."

Kunstradfahrer/innen und Friedensfahrer/innen machen in Köngen gemeinsame Sache



Einen besonders tollen Empfang gab es für die Tourteilnehmer/innen in Köngen. Mit ihren Einrädern legte die Jugendmannschaft des RSC Köngen eine tolle Show hin. Dem nicht genug warteten viele Kinder des Kindergartens Hausäcker mit selbst gebastelten Friedenstauben und einem begeisternden Fußballtanz den Teilnehmer/innen auf und last but not least gaben die Bläser der Musikschule Köngen/ Wendlingen ihr Bestes. Heinrich Schuster vom ökumenischen Friedenskreis hatte sich mit der Vorbereitung mächtig ins Zeug gelegt, um den Frieden zur Herzenssache zu machen.
Das Bild rundete Bürgermeister Hans Weil mit seiner Rede und der Idee, in der Vergabe neuer Straßennamen im Sinne der Friedensbewegung aktiv zu werden, ab.

Dass auch die Gmünder Tagespost über unsere Tour berichtete, dafür sorgten die "phantastischen Vier" von der Pressehütte in Mutlangen. Unter dem Mottto "Wer die Welt verändern will, muss auch was dafür tun", stießen die vier in Ebersbach dazu und fuhren den Rest der Strecke mit.

Wer auf den Geschmack des Fahrradfahrens, zumal für eine gute Sache, gekommen ist, kann am 30. August den sieben Mal zu fahrenden Rundkurs um das Atomwaffenlager in Büchel mitfahren. Informationen unter www.pace-makers.de .

                                                     
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Erste Bilder von der Pacemaker-Friedensradtour am 12.7.08
(siehe genauere Informationen weiter unten)

Ankunft1
Ankunft in Esslingen

Ankunft2

Kulturprogramm
Kulturprogramm

OB Zieger
Esslingens OB Zieger begrüßt die Teilnehmer

Margit Sandig
Margit Sandig spricht für das Friedensbündnis Esslingen

Tom Bittner hört aufmerksam zu
Tom Bittner hört aufmerksam zu

Der Organisator
Der Organisator Klaus Pfisterer

Verabschiedung1
Verabschiedung

Verabschiedung2

Schutzwall gegen Atomwaffen
Der von der Aktion Völkerrecht initiierte "Schutzwall gegen die Atomwaffen" wächst und wächst auch hier


Radtour gegen Atomwaffen
Pacemakers-Friedensradtour kommt am 12. Juli nach Esslingen und Köngen


Die Pacemakers-Regio-Rad-Tour, mit Start und Ziel in Kirchheim/Teck, setzt sich für die Abschaffung aller Atomwaffen ein und macht am Samstag, den 12.07.2008 Station in Esslingen und Köngen. In Esslingen werden die Radler um 14.00 Uhr vor dem Alten Rathaus und um 16.00 Uhr vor dem Radhaus in Köngen erwartet. Aufgerufen zur Teilnahme sind alle friedensbewegten Menschen, die mit bunt geschmückten Rädern die Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt unterstützen möchten.

Ein breites Aktionsbündnis aus der Region, zu dem auch das Friedensbündnis Esslingen und das Ökumenische Friedensgebet Köngen gehören, wirbt gemeinsam mit den BürgermeisterInnen für den Frieden (Mayors for Peace), Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger, Esslingen, Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, Kirchheim/Teck, Bürgermeister Edgar Wolff, Ebersbach und Bürgermeister Hans Weil, Köngen, für eine atomwaffenfreie Welt bis zum Jahr 2020.

Bereits eine halbe Stunde vor Eintreffen der RadlerInnen beginnt vor den Rathäusern in Esslingen und Köngen ein kulturelles Rahmenprogramm. In Köngen gibt es zudem Darbietungen von Kindern des Hausacker-Kindergartens und Mitgliedern des Radsportclubs.

Die Idee zur Regio-Tour hatte Klaus Pfisterer von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Neckar-Fils, der gemeinsam mit anderen die Planungen in den vergangenen Monaten vorantrieb. Die Friedens-Tour startet um 10 Uhr in Kirchheim/Teck vor dem Rathaus und führt über Schlierbach, Ebersbach, Reichenbach, Plochingen, Altbach, Zell, Oberesslingen, Esslingen, Deizisau, Köngen und Wendlingen zurück nach Kirchheim/Teck. Gegen 17 Uhr will man dort wieder ankommen.

Die Friedensradtour will kein Wettrennen sein, sondern ein gemeinsames Radeln für eine atomwaffenfreie Welt. Die Gesamtstrecke beträgt 60 km, wobei auch Teilstrecken von 15 bis 20 km gefahren werden können. Jede/r kann unterwegs aus- und einsteigen. Der Schnitt wird bei 10-12 km/h liegen. Gefahren wird auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im geschlossenen Feld mit Polizeibegleitung zur Absicherung der Gruppe.

Am 6. und 9. August 2008 jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
zum 63. Mal. Dabei starben über 300.000 Menschen. Noch heute leiden viele Menschen an den Spätfolgen. Weltweit lagern 25.000 – 30.000 Atomwaffen, viele davon jederzeit einsatzbereit. In Deutschland lagern mindestens 20 einsatzbereite Atomwaffen in Büchel (Eifel). Die Möglichkeit, dass Atomwaffen eingesetzt werden, ist jederzeit gegeben, so lange es diese Waffen gibt. Sollten sie eingesetzt werden, werden große Teile der Erde unbewohnbar werden. Dies gilt es zu verhindern, daher müssen alle Atomwaffen vernichtet werden.

Die Mayors for Peace, BürgermeisterInnen für den Frieden, wurden 1982 gegründet. Die internationale Vereinigung wird von über 2000 BürgermeisterInnen weltweit unterstützt. Das gemeinsame Ziel: Die Abschaffung aller Atomwaffen. Zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region sind bereits Mitglied der Mayors for Peace und die Rad-Tour will deren Ziele breiter in die Öffentlichkeit tragen sowie weitere BürgermeisterInnen für die Mitgliedschaft gewinnen.

Die Fahrradtour will die Kampagne „unsere zukunft – atomwaffenfrei“ in die Öffentlichkeit tragen und fordert den Anzug aller Atomwaffen aus Deutschland bis spätestens 2010.
Bis zum Jahr 2020 soll die Welt atomwaffenfrei sein. Die Initiatoren, sowie die Unterstützerinnen und Unterstützer fordern die Bundesregierung auf, keine Mitarbeit an der Planung und dem Einsatz von Atomwaffen zu leisten.




Infos www.pace-makers.de

Siehe auch hier!
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Ostermarsch2008


Antikriegstag in Esslingen
am 1.September 2007

Nikolauskapelle - Innere Brücke
17.00 Uhr

1. September - Antikriegstag

Gedenkfeier und Kranzniederlegung

Samstag, 1. September 2007, 17.00 Uhr

Esslingen, Nikolauskapelle auf der

Inneren Brücke (Fußgängerzone)

  Ansprache: Bernd Köster
                  Sekretär der DGB-Region Stuttgart

  Kultur:      Marla singt Lieder gegen den Krieg

Eine andere Welt ist möglich -  Aufruf zum Antikriegstag 2007

Wir stehen hier, um an zwei Weltkriege zu erinnern, die uns dazu ermahnen alles zu tun, um Kriege zu verhindern und den Krieg als legitimes Mittel der  Politik zu ächten.

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen der Zweite Weltkrieg. Mit diesem Krieg brachte Deutschland zum zweiten Mal in wenigen Jahren ungeheures Leid über Millionen von Menschen, besonders in Osteuropa. 55 Millionen Menschen wurden getötet, davon allein 20 Millionen Sowjetbürger/innen, unzählige wurden verletzt und verstümmelt. Hunderttausende zu Zwangsarbeit verschleppt. Tausende von Städten und Dörfern wurden zerstört. Den Gipfelpunkt fand die faschistische Barbarei in der systematischen und industriellen Ermordung von 6 Millionen Juden in den Konzentrationslagern. Im Potsdamer Abkommen der Siegermächte wurde festgelegt, dass Deutschland entnazifiziert, entmilitarisiert, sowie die wirtschaftliche Macht durch die Entflechtung monopolistischer Großunternehmen eingeschränkt werden sollte, damit von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen kann.

Nie mehr  Faschismus! Nie wieder Krieg!

Das war die Erkenntnis, die in der ganzen Welt die  Menschen einte. Schon bald blieb es lediglich eine Hoffnung, denn Kriege wurden rund um den Erdball weiter geführt und nach nur wenigen Jahren wurden beide deutschen Staaten wieder aufgerüstet.

Trotz allem fanden sich immer wieder Menschen, die dagegen protestierten, wie z. B. die OstermarschiererInnen seit den 60-er Jahren, die GegnerInnen der Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen in Westdeutschland oder die GegnerInnen des Irak-Kriegs.

Heute braucht der Frieden mehr Bewegung denn je. Ermutigt durch den Zerfall der ehemaligen Sowjetunion spielt sich die amerikanische Regierung unter dem jetzigen Präsidenten als Weltpolizist auf und führt in einigen Ländern Krieg. Der in Afghanistan geführte „Krieg gegen den Terror“ trifft in erster Linie die Zivilbevölkerung.

Das in Calw stationierte „Kommando Spezialkräfte“ operiert jenseits demokratischer Kontrolle und ist möglicherweise in die Verschleppung und Misshandlung Gefangener verwickelt. Seit dem Krieg auf dem Balkan 1999 und mit der Entsendung von Tornados nach Afghanistan ist die Bundeswehr an kriegerischen Handlungen beteiligt.

Im Streben nach vollständiger politischer Kontrolle und zum Zwecke der Rohstoffsicherung überfiel die USA 2003 den Irak. Weit über 600.000 Iraker wurden durch den Krieg getötet. Oft werden die Iraker selbst für die eskalierende Gewalt verantwortlich gemacht. Dabei haben Krieg und Besatzung zumindest die aktuellen Bedingungen verschärft, wenn nicht sogar erst geschaffen.

Menschen in Palästina, im Libanon und auch in Israel leiden unter den Folgen des letzten Libanon-Kriegs. Die Trauer und Wut über die mehr als 1000 getöteten Zivilisten werden die Menschen und ihre Familien in der Region so bald nicht vergessen.

Während diese und andere Kriege andauern, werden neue vorbereitet. Insbesondere  im Konflikt mit dem  Iran besteht die große Gefahr, dass die Sanktionen eine Entwicklung in Gang setzten, mit der am Ende ein militärischer Angriff auf das Land gerechtfertigt wird.

Die Beteiligung der Bundeswehr an weltweiten Kriegen verstößt gegen den Geist der Verfassung. Die Unterstützung der USA, die Erlaubnis deutsches Territorium  für den Nachschub zu nutzen, verstößt genau gegen diese Verfassung, die Deutschland mit dazu verholfen hat, wieder in die Gemeinschaft der Nationen aufgenommen zu werden. Eine andere Welt ist möglich, indem man sich auf diese Verfassung besinnt und sie nicht militärischem Machtstreben preisgibt.

Heute braucht der Frieden mehr Bewegung denn je. Wir fordern die Ausweitung des zivilen Friedensdienstes, um Fachleute als zivile Vermittler zwischen Konfliktparteien in Krisengebieten zu unterstützen. Wir wollen den Abbau aller Atomwaffen, das Verbot von Landminen und Streumunition. Wir wollen, dass die immensen finanziellen Mittel, die in die Rüstung gesteckt werden, zur Lösung der vielen sozialen Probleme in diesem Land und auf der Welt eingesetzt werden. Eine andere Welt ist möglich.

Mit vielfältigen Aktionen versucht das Friedensbündnis Esslingen, Schritte für den Frieden zu tun.



      Im Herbst 2005 gab es zwei Wochen die Ausstellung „Frieden braucht Fachleute“ im       Einkaufszentrum „Das ES“ zu sehen, Schüler/innen halfen mit einer Sportaktion               „dem  Frieden auf die Sprünge“ und im Wehrneckarkanal  erinnerten schwimmende         Kerzen bei einer Gedenkveranstaltung an  den Abwurf der Atombomben auf                   Hiroschima und Nagasaki. 

Seit über 25 Jahren stehen die Mitglieder der Ökumenischen Friedensgruppe wöchentlich vor der Nikolauskapelle und  informieren die Esslinger/innen und ebenso lange begehen wir den Antikriegstag.

Der Frieden braucht Bewegung, bewegen wir uns!



Antikriegstag 2006

Mit seiner diesjährigen Gedenkfeier zum Antikriegstag erinnerte das Friedensbündnis Esslingen an die Millionen Toten und an das unbeschreibliche Leid des zweiten Weltkrieges, der mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 begann. Die Teilnehmer/innen mahnten gleichzeitig für eine Welt des Friedens und für ein Europa, das sich dem Krieg verweigert.

In seiner Eröffnungsrede erinnerte der DGB- Kreisvorsitzende Tom Bittner daran:
"Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen der zweite Weltkrieg. Mit diesem Krieg brachte Deutschland zum zweiten Mal ungeheures Leid über Millionen von Menschen, besonders in Osteuropa. 55 Millionen Menschen wurden getötet, davon allein 20 Millionen Sowjetbürger/innen, unzählige wurden verletzt und verstümmelt, hunderttausende zu Zwangarbeit verschleppt. Tausende von Städten und Dörfern wurden zerstört. Den Gipfelpunkt fand die faschistische Barbarei in der systematischen und industriellen Ermordung von 6 Millionen Juden in den Vernichtungslagern. Im Potsdamer Abkommen der Siegermächte wurde festgelegt, dass Deutschland entnazifiziert, entmilitarisiert, sowie wirtschaftliche Macht durch die Entflechtung monopolistischer Großunternehmen eingeschränkt werden sollte, damit von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen kann."

Jugendliche des internationalen Workcamps in Mutlangen bereicherten die diesjährige Gedenkfeier mit ihrem Elan und ihrer Aktion DENKmal für das Völkerrecht, einer Wand mit Steinen, auf denen die Unterzeichner/innen sich für den Abbau der Atomwaffen in aller Welt und gegen Kriege, die nicht ausschließlich das Recht auf Selbstverteidigung beinhalten, wenden. Sie bastelten und verschenkten kleine Papierkraniche - einem Brauch aus Japan folgend - suchten das Gespräch mit Passantinnen und Passanten in der Fußgängerzone und konnten ihre Mauer vergrößern. 

Jugendliche vom Workcamp

In ihrer Rede erzählte Julia Kramer davon, wie wütend sie als 14-jährige darüber war, dass Erwachsene  keinen Frieden halten konnten. "Es sind die kleinen Schritte, mit denen man etwas für den Frieden tun kann, dass sich ehemalige Kriegsgegner versöhnen, dass sich Jugendliche aus aller Welt kennenlernen und gemeinsam aktiv werden. Das Mutlanger Camp ist ein Beispiel dafür, dort geht es um die Gefahren von Atomwaffen und Atomkraft. Krieg darf kein Instrument zur Durchsetzung von Politik werden." Das konnten Freunde des Friedensbündnisses und andere hautnah miterleben, denn die Jugendlichen kamen aus Japan, Ecuador, Weißrussland, Mexiko, Kroatien und Deutschland. Ein weiteres treffendes Beispiel für Begegnungen fügte sie gleich hinzu: "Eine Freundin erlebte bei einem internationalen Camp in Weißrussland, dass ihr ein Überlebender aus den Konzentrationslagern eine Tüte Äpfel geschenkt hatte."

Julia Kramer

Tobias aus Ebersbach/ Fils bestärkte seine Motivation: "Wir wollen nicht unseren Kindern eine Welt hinterlassen, voll von Atomwaffen und anderen Gefahren, die von der Atomkraft ausgehen." Nina aus Renningen berichtete von ihrer Aktion Völkerrecht, mit der sie visuell sichtbar machen wollen, dass viele Menschen die Existenz von Atomwaffen und die Führung von Kriegen zur Durchsetzung politischer Interessen nicht mittragen. "Mit dieser Mauer haben wir unsere Aktionen in New York anlässlich der UNO-Vollbersammlung begleitet. Im letzten Jahr wurde sie in Hiroshima aufgebaut. Sie ist mittlerweile 400m lang und besteht aus 100.000 Klötzchen mit Unterschriften."

Alejandra aus Mexiko fasste sich einen Strauss Rosen und ermunterte alle, eine Blume als Zeichen für den Frieden in die Nikolauskapelle zu legen.

 Gruppe "Friede, Freude, Eierkuchen"  und  Tom Bittner

Für die musikalische Umrahmung spielte die Gruppe "Friede, Freude, Eierkuchen", erzählte in ihren Liedern von der Miete und dem Arbeitsamt, vom Verhältnis von Bruder und Schwester und vom "lustigen" Soldatenleben und fragte zum Schluss "Wozu sind Kriege da ?".




Antikriegstag 2005

Ca. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammelten sich in diesem Jahr am Postmichelbrunnen in Esslingen, um gemeinsam den Antikriegstag zu begehen. Der DGB- Kreisvorsitzende Thomas Bittner begrüßte die Gäste und den evangelischen Dekan Kaufmann, der die Ansprache hielt:

Antikriegstag  "60 Millionen Menschen starben in Folge dieses Datums, eine Zahl, die nicht zu fassen ist. Jedes Opfer hat ein Gesicht, jeder Tote einen Traum vom Leben in Frieden und Hoffnung auf einen Fetzen Glück gehabt. Das Datum erinnert auch an Millionen von Juden, die im besetzten Polen hinter den Frontlinien systematisch umgebracht wurden.Ohne Kenntnis der Geschichte gibt es keine politische Orientierung in der Gegenwart. Frieden ist nicht selbstverständlich, sondern kostbar, ein Ergebnis guter Politik und demokratischen Bewusstseins. Erinnern macht wachsam, wenn Krieg wieder auf die Tagesordnung gesetzt wird, Waffenembargos fast unbemerkt aufgehoben werden sollen, weitere Unsummen in die Rüstung fließen." Die Geschichte zeige, wozu der Mensch fähig sei: "Wir erheben uns nicht über die, die vor uns waren. Wir erkennen die Anfälligkeit des Menschen für einfache, schnelle Antworten auf Kosten anderer. Wir sehen unsere Verpflichtung, wachsam zu sein." Voraussetzung für den Frieden seien Rechtsstaatlichkeit, Abbau krasser ökonomischer Ungleichheiten, Stärkung der internationalen Organisationen und des Völkerrechts und eine Kultur gegen Intoleranz und nationalistische Tendenzen.


 Mitglieder und FreundeMitglieder und Freunde des Friedensbündnisses präsentierten Lieder und Texte, die daran erinnerten, dass Menschen ihr Geld nicht essen können, dass nur die Erde dem Menschen eine Wohnung sei. Die Ballade und Parodie vom bedrohlichen Nachbarn zeigte auf, dass die Eskalation der Gewalt bei Nachbarn anfange und - in die "große Politik" übertragen - furchtbare Auswirkungen habe.




Frieden braucht Fachkräfte

Katholisches und evangelisches Bildungswerk, die Pax Christi Gruppe Esslingen sowie das Esslinger Friedensbündnis präsentierten eine Ausstellung des Forums Ziviler Friedensdienst vom 17.10. bis 3.11.05 im Esslinger Einkaufszentrum ES.  1142 Besucherinnen und Besucher konnten sich im Herbst auf verschiedenen Schautafeln mit den Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktlösung auseinandersetzen. 

Inhalte

Inhalte der Ausstellung: Gewalt und Terror eskalieren, insbesondere dort, wo staatliche Strukturen nicht mehr handlungsfähig sind, aber auch in den No-go-Areas westlicher Großstädte. Wer auf Terror in erster Linie militärisch reagiert, nimmt zwangsweise das Leiden und den Tod völlig Unbeteiligter in Kauf und treibt so den Terrorgruppen zwangsläufig neue Freiwillige in die Arme. Krieg wird wieder als legitimes Mittel der Außenpolitik angesehen. Die meisten Opfer weltweit fordert eine strukturelle Gewalt, ausgedrückt in einer extrem ungleichen Verteilung der Lebenschancen. Gewalt fasziniert, dargestellt in den Medien fast schon zum Alltag geworden, trägt sie dazu bei, dass wir oft nur Konfliktvermeidung oder eigene Gewaltanwendung als wirksame Reaktion in Betracht ziehen. Grundgedanke der zivilen Konfliktbearbeitung ist die Suche nach gewaltfreien Lösungen. In jeder Auseinandersetzung finden sich Menschen  und Institutionen, die aktiv gegen Gewalt und für die Berücksichtigung der Interessen aller eintreten. Solche Kräfte ausfindig zu machen, sie miteinander zu vernetzen und zu stärken, ist eine zentrale Aufgabe der Konfliktbearbeitung. Bedeutend ist die Aufarbeitung von Unrecht und Gewalt, denn nur aus dem Wissen um die Wahrheit kann Versöhnung entstehen.  Die Werkzeuge ziviler Konfliktbearbeitung durchlaufen die verschiedenen Konfliktphasen, greifen über Vermittlung, Dialogprogramme, aber auch Embargos, Waffenstillstand, Personenschutz, Dokumentation, humanitäre Hilfe, Wiedereingliederungshilfe für Flüchtlinge, Traumatisierungsbearbeitung, Versöhnungsprozesse, Rehabilitation, Wiederaufbau, Stärkung von Friedenskräften und den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen. Praktische Beispiele wurden aus Südafrika, den Philippinen, Bosnien, Ost- Timor, Kamerun, Israel, Palästina und Serbien dargestellt.

Fast 50 Friedensfreundinnen und -freunde beteiligten sich an der Betreuung der Ausstellung und standen den Besucherinnen und Besuchern für Fragen zur Verfügung. Auch Schulklassen und Gruppen Studierender besuchten die Ausstellung im ES. Eine Schülerin stellte den treffenden Vergleich an: "Das ist ja so ähnlich wie das Streitschlichtermodell an unserer Schule." Eine Reihe von Veranstaltungen schmückten den Rahmen.

Eröffnung

Dem Frieden auf

Im Namen der Veranstalter eröffnete Adalbert Kuhn, Leiter des katholischen Bildungswerks, die Ausstellung.  Andreas Zumach, internationaler Korrespodent in Genf u.a. für die Berliner "tageszeitung", hob in seiner Ansprache die Bedeutsamkeit ziviler Konfliktlösungen und gewaltfreier Ansätze in der Politik, angesichts drohender Szenarien in Iran und Irak, hervor: "Das Verhältnis zwischen den Ausgaben für militärische Zwecke und für zivile Friedenszwecke beträgt in Deutschland etwa 1000:1. Noch finden die Einsätze des Zivilen Friedensdienstes fast ausschließlich in Situationen statt, in denen Kriege und andere Gewaltkonflikte bereits stattgefunden haben. Dringend erforderllich wären aber Einsätze, die der Prävention dienen würden." In seinem Grußwort unterstrich Bürgermeister Dr. Manfred Raab dies. Das musikalische Programm der Rhythm Check Percussion Crew der städtischen Musikschule Ostfildern gab der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen. Besonders eindrücklich war das Stück, in dem ein Dialog zwischen Trommel und Marimba musikalisch genau das darstellte, was die Ausstellung wollte: Dialog, Gespräch und Suche nach gemeinsamen Lösungen an Stelle von gewaltsamer Auseinandersetzung.

Dem Frieden auf die Sprünge helfen

Mit einer

Mit einer außergewöhnlichen Aktion setzten sich die 5- Klässlerinnen  und Fünftklässler des Georgii- Gymnasiums in der Schelztorsporthalle für den Weltfrieden ein. Der Boden der Sporthalle bebte, Springseile wirbelten durch die Luft. Für ihre Hüpfaktion hatten sie Paten gewonnen, die sich bereit erklärten, pro Sprung ihres „Schützlings“ einen bestimmten Geldbetrag zu spenden. 54977 Sprünge erzielten einen Erlös von 4895,92 €, der dem Dachverband Forum Ziviler Friedensdienst zu gute kam. Die Kinder hatten sich im Zusammenhang mit der Ausstellung Frieden braucht Fachleute ausführlich mit den Themen Frieden und Gewalt auseinandergesetzt und erkannt, dass Frieden im Großen wie im Kleinen nichts Selbstverständliches ist. Man muss was dafür tun.  Das Bewusstsein, dass sich der Erlös mit jedem Sprung  in die Höhe schraubt, spornte die jungen Akteure zu Höchstleistungen an. Franziska strahlte übers ganze Gesicht, 1075 meinte sie, noch ziemlich außer Atem. Ob da nicht so mancher der Paten seinen „Schützling“ unterschätzt hatte ?


Wir wollen Euer Erbe nicht antreten

In einer Abendveranstaltung zur Ausstellung berichtete die Friedensforscherin Julia Kramer im Gemeindehaus „Laterne“ von der gescheiterten UNO – Abrüstungskonferenz in  New York. Dort nutzten versierte Diplomaten vor allem aus dem Iran und den USA alle Tricks gegen die UNO – Vertragspflichten zur Beseitigung von Atomwaffen. Davon sind weltweit immer noch rund 30000 gelagert. Und immer mehr Länder überlegen sich jetzt, eigene Atomwaffen anzuschaffen, seit die USA und wohl  auch China neue Militärpläne für den Einsatz von Atomwaffen entwickeln. In einer inzwischen berühmt gewordenen Rede der Jugend im UNO – Plenum, an der auch Gruppen aus Heidelberg und Mutlangen beteiligt waren, protestierten diese gegen den Skandal, dass offizielle Vertreter von Staaten die atomare Abrüstung unterlaufen. Das Fazit der Jugend in New York: „Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass sich diejenigen, die durch die Korridore der Macht gehen, nicht den moralischen Werten anschließen, die man uns in der Schule, zu Hause, in Büchern und in den Medien vermittelt.“ Daher appellierten sie: „Gemäß der UN – Charta ist es Ihre vorrangigste und wichtigste  Pflicht, zukünftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren. Angesichts dessen sagen wir Ihnen ganz offen, dass wir nicht verstehen, wie Sie den Frieden gewährleisten und uns beschützen können, ohne die gefährlichste aller Waffen, die die Menschheit je geschaffen hat, zu vernichten.“ In der Diskussion zeigte sich, dass dies kein einmaliges Aufbegehren sein wird. Die Friedensforscherin gründet in Mailand zusammen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz ein Jugendnetzwerk für Europa, das in Deutschland den nötigen politischen Druck fortsetzt. Auch in Esslingen sprang der Gedanke über: Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer entschlossen sich spontan, diesen groß angelegten Aufbruch finanziell zu unterstützen.


Schritte auf dem Weg zum Frieden: Frauenerzählcafe

Die Volkshochschule und die Frauenbeauftragte Esslingens luden am 20.10.  unter o.g. Titel  zu einem Frauenerzählcafe ein. Über Erfahrungen auf dem Weg zum Frieden berichteten Irene Hörburger, Hanna Maier- Gschwend, Ursula Schebur und Sigrid Altherr- König unter der Moderation von Dr. Gudrun Silberzahn- Jandt von ihrer langjährigen Arbeit in der Friedensbewegung vor Ort.  Spannend war die Wiederbelebung der Geschichte seit Ende der siebziger Jahre, einhergehend mit dem NATO- Doppelbeschluss unter Altkanzler Helmut Schmidt. Es war auch für die vier Frauen auf dem Podium, stellvertretend für viele andere, bewegend und wert, all diese inzwischen geschichtlichen Ereignisse wieder erstehen zu lassen, ein reicher Schatz an Aktionen und Erfahrungen. Heute ist manches nicht mehr so übersichtlich, so begrenzt, wie damals, als die Wünsche und Forderungen bezüglich der Pershings an die Bundesregierung adressiert waren. Heute sind die Verantwortlichkeiten globaler verteilt, bedeuten die neuen verteidigungspolitischen Richtlinien (seit 2003), dass die Bundeswehr Krisen- und Interventionsarmee wird/ ist? Die Frauen stimmten darin überein, dass ihr Einsatz einen Sinn macht, damit endlich die Krisen- und Konfliktinterventionen mit nicht- militärischen Mitteln Vorrang vor militärischen Strategien haben. Die Atomwaffen sollen endlich abgebaut werden, wie es im Atomwaffensperrvertrag vereinbart wurde. Die Bedrohung des Iran mit Krieg muss gestoppt werden. Fazit des Abends war, dass das Spektrum der notwendigen Veränderungen  vielfältig ist. Gut wenn jede und jeder auf ihre und seine Weise dranbleibt.

 

Ehemaliger Sindelfinger OB Joachim Rücker kümmert sich im Kosovo um den wirtschaftlichen Wiederaufbau

Im Rahmen der Ausstellung „Frieden braucht Fachleute“ führten der kosovarische Schriftsteller Beqe Cufaj und der ehemalige OB Sindelfingens und jetzige Botschafter der United Nations Mission im Kosovo, Joachim Rücker,  ein Gespräch im Kutschersaal der Esslinger Stadtbücherei zur Situation im Kosovo. Beide setzten sich mit dem mühsamen Prozess der nachhaltigen Konfliktbewältigung auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden auseinander. In einem Interview vorab mit dem Redakteur der Esslinger Zeitung Alexander Maier meinte Joachim Rücker: “Zunächst braucht man solide Kenntnisse über die Wurzeln der Konflikte, in deren Spannungsfeld man sich begibt. Hinzu kommen Einfühlungsvermögen und der Wille nützliche Ergebnisse zu erzielen. Die internationale Gemeinschaft muss derzeit durch militärische und zivile Präsenz Stabilität schaffen. Vor allem aber brauchen die Menschen  im Kosovo eine Perspektive. Deshalb gehe ich davon aus, dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 24.10. beschließen wird, die Verhandlungen über den endgültigen Status des Kosovo einzuleiten. Wir sollten dafür eintreten, dass der westliche Balkan eines Tages zur Europäischen Union gehören kann.“ Die musikalische Umrahmung gestaltete ein Ensemble der Esslinger Musikschule.

Erfahrungen als Friedenskraft im Kosovo

Kees Wiebering berichtete am 26.10. im Hochschulzentrum und im Salemer Pfleghof von seiner Tätigkeit und seinen Erfahrungen im Kosovo. Kees Wiebering ist Ingenieur und Mediator und arbeitete dort von 2001 bis 2003 als Friedenskraft für Pax Christi Rottenburg- Stuttgart. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Unterstützung des Aufbaus lokaler zivilgesellschaftlicher Strukturen. Dabei ging es um die Suche nach gemeinsamen Interessen von lokalen Nichtregierungsorganisationen. Ein zentrales Projekt war das Organisieren von Diskussionen über die Rückkehrproblematik, die live über Radiostationen im Raum Prizren übertragen wurden. Friedensfachkräfte kümmern sich um Verwundungen, die der Krieg bei der Bevölkerung hinterlassen hat. Schwerpunktmäßig geht es ihnen um das Vermitteln von Konfliktstrategien, die auf Versöhnung, Verständnis und Gewaltlosigkeit abzielen.

Hotel Ruanda

Das katholische Bildungswerk und das kommunale Kino zeigten den Spielfilm "Hotel Ruanda" und luden anschließend zur Diskussion ein. Das Kino war total ausgebucht, dabei war schwer verdaulich, was die Zuschauer vorgesetzt bekamen. Fast eine Millionen Menschen fielen in nur 100 Tagen 1994 diesem schrecklichen Völkermord zum Opfer. Fassungslosigkeit und die Frage „warum“ blieben. Der Film zeigte die wahre Geschichte um einen Manager, in dessen Hotel  1200 Menschen Zuflucht fanden und sie vor den Schlächtern vor der Tür gerettet wurden. Zeitzeugen, ein ehemaliger Entwicklungshelfer und eine Ruanderin waren zu Gast. Fazite waren: Die westliche Welt verschloss die Augen, lediglich die Weißen wurden evakuiert. Und die Waffen stammten ... Eine Forderung aus dem Publikum hieß: "sich für eine Reform der UNO einsetzen, so dass sie nicht mehr vorrangig Großmachtinteressen dient.“

Lasst uns zuFRIEDEN leben

Der Stuttgarter Diplom- Theologe Odilo Metzler, Präsidiumsmitglied der deutschen Sektion von Pax Christi, gab Anstöße aus der  Bergpredigt und der katholischen Soziallehre. An alle Christen richtet sich der Aufruf der Bergpredigt, sich für Frieden einzusetzen: "Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden."


Leben zwischen den Mauern

Über die Situation in Bethlehem und die Hoffnung wider alle Hoffnung berichtete die palästinische Christin Faten Mukarker. Nach ihrer Meinung kann eine monströse, bei Bethlehem 10 - 12 m hohe Mauer das Problem nicht lösen. Ihr Ansatz wäre Brücken bauen.