http://www.friedensbuendnis-esslingen.de/themen
In Aktion

Ostermarsch 2017 in Stuttgart

Das Friedensbündnis Esslingen marschiert und demonstriert mit

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Einzelne Teilnahme an zwei friedenspolitischen Events in Berlin
und Cochem/Büchel.

Dort wurde für ein Verbot von Atomwaffen weltweit demonstriert.

In Berlin wurde am Donnerstag, dem 23. März 2017, unter anderen auch von Mitgliedern

des IPPNW vor dem Außenministerium in Berlin am Werderschen Markt eine Mahnwache für ein
weltwetes Verbot von Atomwaffen abgehalten
  -  ein paar Tage vor dem Beginn der Verhandlungen
darüber in New York. Davor waren im Ministerium lange Unterschriftslisten übergeben worden, in
denen gegen die Ablehnung der Teilnahme der Bundesrepublik an diesen Verhandlungen protestiert wurde.


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In Cochem und Büchel fand am Sonntag, dem 26. März 2017 die
Auftaktveranstaltung zur 20-wöchigen
Aktionspräsenz vom 27.-31.
März  in Büchel statt:  "Ja zu einem weltweiten Atomwaffenverbot":

Cochem:

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Foto: Herbert Sauerwein


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Foto: Helmut Maier


Büchel:

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Foto: Helmut Maier

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Foto: Herbert Sauerwein

Eine breite Mehrheit von deutlich über 100 Staaten hat am 23. Dezember bei der UN Generalversammlung beschlossen, Konferenzen für Verhandlungen zum Verbot von Atomwaffen vom 27. bis 31. März sowie 15. Juni bis 7. Juli 2017 einzuberufen. Deutschland selbst hatte wie die meisten NATO-Staaten gegen die Resolution gestimmt.

Die Unterstützung für diesen außerordentlichen Verbotsprozess auch durch die Bundesregierung ist umso wichtiger als dass die Welt nach der Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten noch unsicherer zu werden droht und gerade die Frage der atomaren Rüstung noch stärker in den Fokus gerät. Seit Jahren ist klar, dass alle Atomwaffenstaaten ihre Arsenale aufrüsten. So wurde Ende Januar 2017 die sogenannte Doomsday clock auf zweieinhalb Minuten vor Zwölf gestellt – wie zuletzt Anfang der 50er Jahre!

Die Kampagne „Büchel ist überall. Atomwaffenfrei.jetzt“ richtet einen deutlichen Appell an die gesamte Zivilgesellschaft, sich den Denkmustern und Strategien für mehr Abschreckung zu widersetzen, appelliert an die Bundesregierung sich vorangehend für die weltweite atomare Abrüstung einzusetzen und erwartet die Teilnahme an den im März beginnenden Verbotsverhandlungen.


Beim Auftakt der Aktionspräsenz in Büchel am 26. März, dem Vorabend des Verhandlungsbeginns an der UNO lud die Kampagne zu einer bundesweiten Aktionswoche während der ersten Verhandlungsrunde in New York vom 27.-31. März und zu einer 20-wöchigen Präsenz verschiedener Gruppen vor dem Fliegerhorst Büchel bis zum Hiroshimatag ein.


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Klausur im Januar 2017 - wie jedes Jahr
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Ausführliche Planung für das neue Kalenderjahr

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Antikriegstag 2016
am 1. September
17 Uhr


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Der Antikriegstag 2016 in Esslingen fand wie üblich an der Nikolauskapelle
auf der Inneren Brücke statt


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Adalbert Kuhn moderierte die Veranstaltung      -    und hielt die Eingangsrede.

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Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen". Stephanie Biesolt , Schauspielerin an der Württembergischen Landesbühne Esslingen, schlüpfte in die Rolle einer Reihe von Flüchtlingen, deren Schicksal sie vortrug und zeigte, welche unterschiedlichen nachfühlbaren Gründe für ihre Flucht sie hatten. Dabei spielte immer wieder der Krieg eine verheerende Rolle - der Krieg, der auch und oft wesentlich mit aus Deutschland exportierten Waffen geführt wird.



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Sergio Vesely,1976 aus dem damals diktatorischen Chile verbannt und Asyl in Deutschland gefunden, dessen Staatsbürgerschaft er zehn Jahre später annahm, begleitete die Veranstaltung
mit sehr zum Thema passenden ergreifenden Liedern, die auch durch eigenes Erleben geprägt waren.

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Die in großer Stille versammelten beeindruckten Zuhörer*innen hatten zum Schluss noch die Gelegenheit, Unterschriftslisten gegen Waffenexporte und für ein atomwaffenfreies Deutschland zu unterzeichnen.
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Schlussakkord dem Drohnenmord


Die diesjährige Sommeraktion der offenen Musik- und Aktionsgruppe Lebenslaute vom 23. bis 30. August 2016 in Esslingen und Stuttgart stand unter dem Motto:
Schlussakkord dem Drohnenmord: Blockade des AFRICOM in Stuttgart

Sie wurde unter anderen auch vom Friedensbündnis Esslingen, zum Beispiel als Gastfamilien, unterstützt.
Nach einer Woche intensivster Probenarbeit wurde vor allem in Esslingen ein Programm für ein Vorkonzert in Hohenheim und 

ein Aktionskonzert vor den Toren des Africom in Stuttgart-Möhringen erarbeitet.


Auf einer Einladungs-Postkarte stellte die Gruppe fest: "Im AFRICOM werden Drohnenziele
ermittelt und direkt an den US-Präsidenten gegeben. Menschen werden dann durch Drohnen- angriffe ohne Anklage und Urteil gezielt getötet. Die Bundesregierung ist mitverantwortlich. Sie unterstützt durch deutsche Verbindungsoffiziere und will selbst Kampfdrohnen anschaffen. Die Landesregierung und der Stuttgarter OB hofieren die Elite-Militärs und bemühen sich um gute Partnerschaft."


Um dagegen zu protestieren und Sand im tödlichen Getriebe zu sein, war nach einem großartigen Vorkonzert in der evangelischen Kirche Stuttgart-Steckfeld unweit des Africom am Samstag, dem 27. August, dann am Montag, dem 29. August, eine Konzertblockade für 10 Uhr angekündigt. Die Behörden waren dann allerdings, wie es scheint, überrascht, als bereits um 6 Uhr an jedem Tor des Africom Musikerinnen und Musiker mit ihren Noten und Instrumenten auftauchten und musizierend die Zufahrten zur Kommandozentrale blockierten. Vor einem dieser Tore wurde später die Blockade aufgelöst. Als dann die Musiker*innen von dort am Haupttor ankamen, begann etwas verspätet das Hauptkonzert mit Werken von u.a. Beethoven, Mozart, Bernstein, Rzewski und Rio Reiser. Das Publikum war begeistert.


Hier einige Impressionen von den beiden Hauptveranstaltungen:

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Mehr über die Lebenslaute ist hier zu erfahren:  http://www.lebenslaute.net/?page_id=17

SWR-Bericht: http://swrmediathek.de/player.htm?show=8e7ce160-6e1b-11e6-aaed-0026b975e0ea



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Hiroshimatag, 6. August 2016


Das Friedensbündnis Esslingen hat an dem Samstag, an dem sich der Atombombenabwurf auf Hiroshima  -  so wie der auf Nagasaki drei Tage später  -       zum 71. Mal jährt, vor der Nikolauskapelle auf der Inneren Brücke in Esslingen die Öffentlichkeit zu einem Gedenken aufgerufen und dabei auch an die Gefahr der immer noch in Deutschland und weltweit stationierten Atomwaffen erinnert.





Die Nikolauskapelle wurde mit Kranichen geschmückt und eine Plakatkette informierte die Passant*innen über die 20-Wochen-Aktion in Büchel


                                             
                                         
                                              Adalbert Kuhn hält die Gedenkrede. Die kann unter Themen nachgelesen werden.









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Im Rahmen der Kampagne


 „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“

(20 Wochen gegen 20 Bomben:

20  Wochen Präsenz in Büchel
)


für den Abzug der in Deutschland in Büchel verbliebenen Atomsprengköpfe, die aber dort nach dem Willen der US-Regierung auch verbleiben und sogar noch "modernisiert" werden sollen, hat eine Abordnung des Friedensbündnisses Esslingen in Vertretung der DFG/VK am Dienstag, dem 19. April 2016 vor der Einfahrt zu dem Fliegerhorst Büchel

einen Tag lang eine


 MAHNWACHE
 
       abgehalten.


Hier einige Bilder von unserer Aktion:


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Vor der Einfahrt zum Fliegerhorst Büchel


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Nein zur Modernisierung der Atomsprengköpfe, die sie noch gefährlicher machen. Wir fordern den Abzug dieser Waffen aus Deutschland.


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-Annegret fotografierte und bewirtete uns in der Pause. Vielen Dank!


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- Wir hoffen, dass unsere Präsenz manchem zu denken gab und gibt. Die Kampagne läuft noch bis zum Nagasakitag im August.

               
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Karfreitag: Mahnwache und Kranzniederlegung am Africom für die Opfer der Kriege und besonders der Drohnenopfer als Auftakt zum
Ostermarsch 2016 in Stuttgart


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Ostersamstag: Ostermarsch in Stuttgart vom sogenannten "Karrierecenter" der Bundeswehr zur Kundgebung am Schlossplatz



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Klausur im Januar 2016:
Planung für das neue Kalenderjahr

Klausur Januar '16

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Diskussionsveranstaltung
"Die Wirtschaft, das Volk, der Krieg"
am 21.1.2016 in Nürtingen

Hierzu hatte das Friedensbündnis Esslingen gemeinsam mit der IG Metall Esslingen eingeladen (siehe unter Veranstaltungen, wo auch ein Auszug aus der Resolution der Delegiertenversammlung der IG Metall Esslingen vom 9. Dezember 2014 zur Konversion zu lesen ist:                                                                  http://www.friedensbuendnis-esslingen.de/veranstaltungen.html).

Auf dem Podium diskutierten, moderiert von der Journalistin Uschi Götz,
Rainer Arnold und Jürgen Grässlin; und auch das Plenum war sehr engagiert beteiligt.

Hier ein paar Eindrücke:




Das Podium mit (von links) Jürgen Grässlin, dem
bundesweit bekanntesten Kritiker des deutschen
Rüstungsexports, Rainer Arnold, dem verteidigungs-
politischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion,
sowie der Journalistin Uschi Götz vom Deutschlandradio.




                            
Rainer Arnold wollte den Aspekt der "Sicherheit" als vorrangig 
behandelt wissen. Um sie zu erreichen, brauche Deutschland
eine Bundeswehr, deren hohes Niveau nur mit Hilfe der ein-
heimischen Rüstungsindustrie gewährleistet werden könne. Im
Prinzip wollte er keine andere Denkweise zulassen und hatte
zur Konversion eine Vorstellung, die wenig zu der Resolution der
IG Metall Esslingen passte Für ihn war sie höchstens dann ein
Thema, wenn eine Rüstungsfirma in wirtschaftliche Schwierigkeiten
käme. Es war ihm noch viel wichtiger, dafür zu sorgen, dass das
Know-How der deutschen Rüstungsindustrie auch über Durststrecken
hinweg auch durch staatliche Hilfen erhalten bliebe.


..      
Grässlin dagegen vertrat den Standpunkt,
dass es ein Beitrag zur militärischen
Instabilität in der Welt – zur Zeit
besonders
im Nahen Osten - sei, dass vom
lange Zeit
drittgrößten Waffenexporteur
Deutschland
Waffen auch nach außerhalb der
NATO geliefert
würden, bzw. in die Hände
von beiderlei
Kriegsparteien kämen.
Es würden sowieso Diktaturen und regionale Kriegsgegner beliefert, wenn das opportun 
erscheine. Das gelte zum Beispiel für Saudi-Arabien und Kriegsgegner in Syrien
und im Irak.

Man müsse sich völlig im Klaren darüber sein: Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten.
Also sei es dringend geboten, von der hohen Produktion in der Rüstungsindustrie herunter-
zukommen und Konversion zu betreiben, also dafür zu sorgen,dass die Herstellung von Waffen
durch die Produktion von hochwertigen zivilen Waren ersetzt werden könne. Nur so könne
Deutschland vermeiden auch weiterhin kriegerische Auseinandersetzungen anzuheizen.


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Antikriegstag 2015
76 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs


Das Friedensbündnis Esslingen hat bei dieser Gedenkveranstaltung vor der Nikolauskapelle auf der Inneren Brücke am 1. September 2015 unter dem Motto "Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen" sehr deutlich zu einem besseren Schutz für Menschen auf der Flucht aufgerufen. Die Esslinger Zeitung fasst das beim Artikel von Peter Stotz so zusammen: "Waffenexporte aus Europa seien dafür verantwortlich, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssten, betonten die Redner. Friedliche Konfliktlösungen und offene Grenzen für Schutzsuchende seien vonnöten."


Die Redner waren Tom Bittner für das Friedensbündnis, Pfarrer Stefan Schwarzer, der Beauftragte des evangelischen Kirchenbezirks Esslingen für Friedensfragen und Pfarrer Martin Maile vom ökumenischen Arbeitskreis Asyl Esslingen.


Trotz Regenwetter hatten sich über 60 Menschen zu der Veranstaltung zusammengefunden. Viele Vorbeikommende konnten sich auf den Stoppern,
die erklärten, worum es ging, über das Versammlungs-Thema informieren.

Hier nun einige Bilder von dem Ereignis:

Nikolauskapelle      Die Akteure     
                                            Tom Bittner und die Musiker erkannten erfreut, dass genügend Teilnehmer gekommen waren:


Publikum 1      Publikum 2


Publikum 3      Die Musiker
                                                                                            Die Musiker Thomas Reil, Klarinette
                                                          und
Siggi Köster, Akkordeon mit                                                                 bezaubernden Melodien

      Die  Die Redner Stefan Schwarzer und Martin Maile, die eindringlich dazu aufriefen, die Menschen hinter der anonymen Maske 'Flüchtling' zu sehen und ihre Bedürfnisse wahrzunehmen (EZ).


Die Rede von Stefan Schwarzer finden Sie unter Themen



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Noch einmal: Erinnerung an die besondere Stimmung bei
der Gedenkfeier 2015 zu 70 Jahre Atombomben-Katastrophe in Hiroshima und Nagasaki in der Esslinger Maille

Peace-Zeichen mit Kerzen

Und herzlichen Dank!


Kraniche 1            Kraniche 2                           

Die temporäre Kranich-Aktion in der Maille ist beendet. Die Kraniche, die zur Gedenkfeier am 5. August 2015 installiert wurden, sind nun seit dem 1. September wieder abgehängt.

Wie schön, dass die Installation ohne größere Beschädigungen über Wochen hinweg von vielen Menschen gesehen und genossen werden konnte. Besonders herzlichen Dank an die Esslinger Bevölkerung, die dazu beigetragen hat, weil viele Menschen aller Generationen stehen blieben und auch intensiv die beiden beigefügten Tafeln gelesen und gewürdigt haben. Wir haben viele anerkennende Äußerungen bekommen und freuen uns sehr darüber.

Plakat 1 (Kranich-Aktion)                      Plakat 2 (Kranich-Aktion)                            


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Gedenkfeier zu 70 Jahre Atombomben-Katastrophe in Hiroshima und Nagasaki in der Esslinger Maille

               
Das Friedensbündnis Esslingen hat anlässlich des 70. Jahrestags des Atombomben-Abwurfs auf Hiroshima und Nagasaki am 5. August 2015  in der Esslinger Maille eine Gedenkfeier veranstaltet. Siehe die Einladung dazu: 70 Jahre Hiroshima und Nagasaki.

Hier nun ein paar Fotos von der Vorbereitung der Veranstaltung:

Viele, viele Leute haben im Vorfeld über 2000 Kraniche gefaltet



So wurde jeweils ein Bäumchen in der Maille geschmückt






Erklärungen wurden dazugefügt

So präsentierte sich die Maille in neuem Schmuck

Ein paar der Helfer_innen, die sich über das gelungene Werk freuen. Danach konnte die Veranstaltung beginnen.

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Klausur im Januar 2015

 


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Am 30. Oktober 2014 wurde nach einem langen und intensiven Austausch die unten stehende

Gemeinsame Erklärung 

zur Stärkung der Friedensbildung in den baden-württembergischen Schulen

unterzeichnet

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und zwar nicht nur durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

– vertreten durch Minister Andreas Stoch MdL –

sondern auch von Vertreter_inne_n zivilgesellschaftlicher friedens- und jugendpolitischer Organisationen  und Institutionen.

Das Friedensbündnis Esslingen ist eine davon . Es war vertreten durch Thomas Bittner, der das Papier ebenso unterzeichnete wie die Vertreter_inne_n 

der Abteilung Jugendpastoraldes Erzbischöflichen Seelsorgeamts der Erzdiözese Freiburg und der Alt-Katholischen Kirche in Baden-Württemberg und der Arbeitsstelle Frieden im Evangelischen Kinder- und Jugendwerk Baden und der Berghof Foundation und des Bischöflichen Jugendamts der Diözese Rottenburg-Stuttgart und des Deutschen Mennonitischen Friedenskomitees und des Friedenspfarramts der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Friedenswerkstatt Mutlangen e.V. und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg und des Landesjugendrings Baden-Württemberg e.V. und von pax christi, Diözesanverband Freiburg und von pax christi, Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart.

Hier nun der Text der Gemeinsamen Erklärung:

Artikel 12 der Landesverfassung fordert, dass die Jugend u.a. zur „Brüderlichkeit aller Menschen und zur Friedensliebe" zu erziehen ist. Diese Aufgabe kommt den Eltern, den Schulen des Landes, aber auch der außerschulischen Jugendbildung sowie der Kinder- und Jugendarbeit zu. Die Umsetzung dieser Aufgabe hat für die baden-württembergische Landesregierung hohe Priorität.


Das gewaltfreie Zusammenleben in Schule und Gesellschaft ist ein hohes Gut und keineswegs selbstverständlich. Es bedarf dafür der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Formen von Gewalt, deren Ursachen und Entstehungsbedingungen. Es bedarf ebenso der Erarbeitung von Strategien gegen Gewalt und der Entwicklung eines Bewusstseins davon, wie Menschen in ihrer Umgebung, in Deutschland und weltweit in Frieden zusammenleben können. Das Ringen um Antworten, das Bewusstwerden der eigenen Verantwortung und der eigenen Möglichkeiten, zum Frieden beizutragen, sowie die Förderung der eigenständigen Meinungsbildung auf Basis des Beutelsbacher Konsenses haben in der Schule und in der außerschulischen Bildungsarbeit einen herausragenden Stellenwert.


Ziel der gemeinsamen Erklärung ist es, die Bedeutung der Friedensbildung in baden-württembergischen Schulen zu betonen und sie in den Bildungsplänen als fächerübergreifendes Anliegen stärker zu verankern. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport verstärkt in einem fortlaufenden Prozess die Themen der Friedensbildung in der Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Insgesamt soll die Infrastruktur für Friedensbildung in Baden-Württemberg weiterentwickelt und ausgebaut werden.


Die gemeinsame Erklärung beruht auf einem umfassenden Verständnis einer „Erziehung zur Friedensliebe“. Die daraus abgeleiteten Handlungsfelder der Friedensbildung an Schulen umfassen ein breites Spektrum: Es reicht von Maßnahmen der Gewaltprävention über die Beschäftigung mit friedens- und gewaltfördernden Strukturelementen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bis hin zur Auseinandersetzung mit friedens- und sicherheitspolitischen Fragestellungen in einer globalisierten Welt. Die Diskussion verschiedener Ansätze für konstruktive Konfliktbearbeitung und internationale Friedensstiftung gehört ebenfalls dazu.


Im Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Unterzeichnenden dieser Erklärung entwickelt das Kultusministerium einen Plan mit Maßnahmen zur Erreichung der genannten Ziele und schreibt diesen im Dialog fort.


In gleicher Weise wirkt das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport darauf hin, dass Friedensbildung und zivile Konfliktbearbeitung auch in den Feldern der außerschulischen Bildung im schulischen Umfeld gefördert werden.


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Antikriegstag 2014

Der Träger der Veranstaltung

Das Friedensbündnis Esslingen ist der Träger der Veranstaltung.

Zu den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern der Region Esslingen sprechen Tom Bittner und Margit Sandig:

Tom Bittner

Margit Sandig

Die Zuhörerinnen

Marla singt Friedenslieder:

Marla singt Friedenslieder


In der Nikolauskapelle hängt der neue Kranz:

Der neue Kranz



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Regio-Radtour am 19. Juli 2014: gegen die Beibehaltung der Atomsprengköpfe in Büchel in der Eifel und sogar ihre "Modernisierung", welche die Schwelle für ihren Einsatz noch heruntersetzt


Das Vorbereitungsteam der Zwischenveranstaltung in Esslingen
Das Vorbereitungsteam der Zwischenstopp-Veranstaltung in Esslingen

Die weitere Verpflegung der Radler_innen ist hergerichtet
Die weitere Verpflegung der Radler_innen ist hergerichtet

Thomas Bittner begrüßt die eingetroffenen Radler_innen
Thomas Bittner begrüßt die eingetroffenen Radler_innen

Der Esslinger OB Zieger (einer der Mayors for Peace) spricht zu den Teilnehmer_innen der Veranstaltung
Der Esslinger OB Zieger (einer der Mayors for Peace)
spricht zu den Teilnehmer_innen der Veranstaltung

Klaus Pfisterert von der DFG/VK gibt Hinweise auf den weiteren Streckenverlauf
Klaus Pfisterert von der DFG/VK gibt Hinweise auf den
weiteren Streckenverlauf

Bei der Ankunft der Tour am Start- und Zielort Kirchheim
Bei der Ankunft der Tour am Start- und Zielort Kirchheim


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Protest  vor der Didacta in Stuttgart
gegen das Privileg der Bundeswehr an den Schulen (und ihre Präsenz hier auf der Didacta am 25. März 2014): Das Friedensbündnis Esslingen ist auch beteiligt

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Klausur 2014

Klausur 2014

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Zur Bundestagswahl 2013

Mit einem Katalog friedenspolitischer Fragen hat sich das Friedensbündnis Esslingen an die Kandidaten des Bundestagswahlkreises Esslingen gewandt. Schwerpunkte der Fragestellungen sind die Atomwaffen, der internationale Waffenhandel, die Kriegseinsätze der Bundeswehr und die zivile Konfliktbearbeitung. Das Friedensbündnis weist darauf hin, dass  in der Bundesrepublik immer noch Atomwaffen lagern. Die Bundeswehr stelle in Büchel in der Eifel im Rahmen der nuklearen Teilhabe Tornados zur Verfügung, die im Kriegsfall die Atomwaffen ins Ziel fliegen sollen. Zudem planten die USA, die nuklearen B-61-Bomben zu modernisieren. Weder für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland noch für ein weltweites Verbot aller Atomwaffen gebe es Zeitpläne. Es sei an der Zeit, dass Verhandlungen über einen völkerrechtlich verbind-lichen Vertrag zum Verbot aller Atomwaffen, in dem ein Zeitrahmen vereinbart wird, begon-nen werden. Das Friedensbündnis will unter anderem von den Bundestagskandidaten wissen, ob sie sich für den Abzug der Atomwaffen aus Büchel und darüber hinaus für das Verbot aller Atomwaffen einsetzen werden. Ein weiteres Thema ist der Waffenhandel. Deutschland sei nach den USA und Russland schon jetzt welt-weit der drittgrößte Waffenhändler. Zu den Empfängern deutscher Waffen, Rüstungsgüter und Lizenzen zählten Diktaturen und autoritäre Regime, die die Menschenrechte mit Füßen treten. Das Friedensbündnis will von den Kandidaten unter anderem wissen, ob sie sich dafür einsetzen, dass der Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern grundsätzlich verboten wird. Weiterhin bedauert das Friedensbündnis, dass Krieg in Deutschland wieder Normalität geworden sei. Anstatt nach Möglichkeiten zu suchen, Konflikte bereits im Vorfeld zu beruhigen, würden die Armeen der NATO und der EU auf Kriege vorbereitet und in solche geführt.  Auch die Bundeswehr gehe unter der Propaganda „Menschenrechte, Demokratie und Freiheit“ zu schützen oder „islamistische Banden“ zu schlagen in weltweite Einsätze. Dass der Einmarsch fremder Truppen, die Bombardierung von Wohnhäusern, Fabrikanlagen sowie anderer Infrastruktur und das Töten von Menschen nicht zu Frieden führen kann, zeige die Geschichte. Die Friedensbewegung will von den Bundestagskadidaten wissen, ob sich dafür einsetzen, dass deutsche Soldaten aus den Auslandseinsätzen zurück beordert werden? Sie fragt die Bundestagskandidaten weiterhin, ob sie darauf achten werden, dass die Aushöhlung des Rechts durch die gezielte Tötung von Menschen durch Drohnen, ohne dass gegen sie ein unabhängiges Urteil gesprochen wurde, nicht weiter voranschreitet? Weiter betont das Friedensbündnis die Notwendigkeit ziviler Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung. Gewalt ohne militärische Mittel eindämmen, die zivilen Kräfte in der Gesell-schaft dabei stärken, Konflikte friedlich zu regeln: Das sei die Idee des Zivilen Friedens-dienstes (ZFD). Seit 1999 würden Hunderte speziell ausgebildete ZDF-Fachkräfte in Krisen-regionen entsandt. Dort würden sie helfen, das Klima der Angst und des Misstrauens zu überwinden. Gemeinsam mit örtlichen Organisationen würden sie in Konflikten vermitteln, lokale Fach-kräfte ausbilden und Anliegen benachteiligter Gruppen an die Öffentlichkeit bringen. Die Fach-kräfte ermutigten ihre örtlichen Partner, erprobte Methoden der gewaltfreien Konfliktbear-beitung zu nutzen. Momentan betrage das Jahresbudget des ZFD 29 Millionen Euro – das Verteidigungsministerium habe jährlich 33 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Friedens-organisation „Forum Ziviler Friedensdienst“ fordere die Bundesregierung auf, drei Jahre lang je 20 Millionen Euro mehr für den Zivilen Friedensdienst bereit zu stellen. Mit dieser Summe könnten weitere 200 Friedensfachkräfte eingesetzt werden. 20 Millionen Euro – das seien 250 Flugstunden eines Eurofighters oder sieben Tage Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Das Friedensbündnis fragt die Bundestagskandidaten unter anderem, ob sie sich für den Ausbau des Zivilen Friedensdienstes einsetzen werden, insbesondere für die Forderung an die Bundesregierung, drei Jahre lang je 20 Millionen Euro mehr für den ZFD bereit zu stellen?

Den Katalog gibt es unter
THEMEN

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Am 13. Januar 2013 fand die diesjährige Klausurtagung des
 Friedensbündnisses statt, wobei die Besinnung auf die gegenwärtige Lage und die Jahresplanung im Vordergrund standen.

Hier die TeilnehmerInnen bei einer kleinen Pause:




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Antikriegstag 2012





(Weitere Bilder unten)

Veranstaltung des Friedensbündnisses Esslingen an der Nikolauskapelle auf der Inneren Brücke

Hier sprach Lotte Rodi als Zeitzeugin über ihre Erfahrungen zum Beispiel im Kampf gegen die Pershing-Stationierung in Mutlangen.




Im Folgenden veröffentlichen wir hier ihre Rede:

Ansprache zum Antikriegstag in Esslingen, 1. September 2012

Liebe Esslinger Bürger und Bürgerinnen,

ich bin eingeladen worden, über unsere langjährigen Erfahrungen in der Frie-densarbeit in Mutlangen zu sprechen. Indem ich dieser Einladung nachkom-me, drücke ich zugleich unseren Dank aus für die vielfältige Unterstützung, die wir in den Jahren der Stationierung der Pershing II-Atomraketen in Mutlangen durch Esslinger Gruppen erfahren haben. Es sind viele Felder, auf denen un-ser Engagement gefordert ist, und manchmal könnte man mutlos werden und sich fragen: Hat unser Einsatz überhaupt einen Sinn, bringt er etwas?
Die Älteren unter Ihnen erinnern sich sicher noch an die sogenannte Nachrü-stungsdebatte vor etwa 30 Jahren. Dabei ging es um die Stationierung der Pershing II-Atomraketen in Mutlangen, Heilbronn und Neu-Ulm. Als wir uns dagegen zur Wehr setzten, das Mutlanger Friedenscamp und die Prominen-tenblockade Journalisten aus aller Welt nach Mutlangen lockte, als die Men-schenkette von Stuttgart nach Ulm entstand und die großen Bonner Demon-strationen stattfanden, als nach Meinungsumfragen 69% der Bevölkerung ge-gen die Stationierung der Pershing II waren, sagte der damalige Bundeskanz-ler Helmut Kohl „Lasst die demonstrieren, wir regieren!“ und der Bundestag stimmte der Stationierung zu. Viele wurden dadurch entmutigt. Einige Jugend-liche aber, die sich mit der Stationierung von Atomraketen nicht abfinden wollten, kamen nach Mutlangen in die Pressehütte und bildeten die soge-nannte Dauerpräsenz. Sie hielten Mahnwachen vor dem Depot und beobach-teten die Bewegungen der Raketen. Ganz wesentlich für den Erfolg aber war ein kleines Häuflein Studierende aus Tübingen. Sie starteten die Kampagne „Ziviler Ungehorsam bis zur Abrüstung“. Sie verpflichten sich, solange einmal im Jahr die Raketen gewaltfrei zu blockieren, bis sie abgerüstet wären. An-fangs wurden sie verlacht, doch schließlich schlossen sich immer mehr Men-schen der Kampagne an. Zuletzt waren es fast 3000 Menschen, die wegen gewaltfreier Blockaden in Mutlangen festgenommen wurden, ca. 200 gingen ins Gefängnis. Eine kleine Gruppe hatte mit gewaltfreien Aktionen begonnen, sie hatten immer mehr Einzelpersonen und Gruppen ermutigt mitzumachen, fast ohne Aussicht auf Erfolg, aber im Bewusstsein, dem Unrecht etwas ent-gegensetzen zu müssen.
1987 schließlich, vor genau 25 Jahren, wurde von US-Präsident Reagan und dem Generalsekretär der KPDSU, Michail Gorbatschow der INF-Vertrag ge-schlossen, durch den alle atomaren Mittelstreckenraketen abgebaut und erst-mals in der Geschichte ein Waffensystem verschrottet wurde. Hat unser En-gagement dazu beigetragen? Die Befürworter der Nachrüstung reklamieren den Erfolg allein für sich. Doch 1987 war ich selbst mit einer Delegation der internationalen Friedensbewegung in Moskau. Dort sagte uns Georgi Arbatov, der Berater Gorbatschows (und er sagte dies auch in einem Spiegelinterview): Bei der KPdSU war bekannt, dass Gorbatschow einen dezidierten Abrü-stungskurs verfolgen wollte. Er wäre nicht zum Generalsekretär gewählt wor-den, wenn nicht bekannt gewesen wäre, dass im Westen eine starke Frie-densbewegung existiert. Wir haben sicher nicht allein die Abrüstung der Mit-telstrecken-Atomraketen herbeigeführt, der Erfolg hat immer viele Väter und Mütter, aber beigetragen haben wir sicher.
Ein anderes Beispiel betrifft unseren Einsatz für Versöhnung statt Nachrüstung gegenüber der Sowjetunion. Reagan hatte seinerzeit die SU als Reich des Bösen bezeichnet. Bei Versöhnungs- und Begegnungsreisen in die SU knüpften wir viele Kontakte mit Frauen- und Kirchengruppen und mit Vetera-nen. Als wir zwei sowjetische Frauen zu uns eingeladen hatten, meinte eine Bekannte „Die sehen ja ganz normal aus!“ – es waren natürlich Funktionärin-nen, die uns besuchten, und da hatte sie wohl Monster erwartet. Als ein Bild von der Verabschiedung am Bahnhof mit Diakon Kuhn in der Zeitung erschien, bekam er böse Briefe, er solle sich nicht mehr am Altar sehen lassen, wenn er mit solchen Leuten Kontakt hätte. Ich selbst wurde als Rote Sau beschimpft und bekam anonyme Post und Anrufe mit bösen Wünschen, sogar eine Mord-drohung, als wir eine Konferenz für Friedensarbeiter aus West und Ost organi-sierten. Welch ein Unterschied zu heute! Da hat doch ein beträchtlicher Be-wusstseinswandel in der Bevölkerung stattgefunden!
Besonders spektakulär ist ein Fall aus der Zeit der Korea-Krise. Präsident Har-ry S. Truman erwog damals ernsthaft, gegen Korea Atomwaffen einzusetzen. Der Internationale Versöhnungsbund in den USA startete daraufhin die Aktion „Feed the Enemy“: Kriegsgegner sandten kleine Reissäckchen mit dieser Bot-schaft an das Weiße Haus. Sie erfuhren damals nicht, ob die Aktion für die Entscheidung des Präsidenten gegen einen Atomschlag von Bedeutung war. Aber Jahre später erzählte Andrew Young dem VB-Vorsitzenden, dass der Präsident in der entscheidenden Besprechung fragte, wie viele Säckchen ein-gegangen waren. Die Zahl wurde genannt. Dann meinte er, wenn so viele US-Bürger dahinter stünden, könne er den Atombombeneinsatz nicht befehlen.
Näher liegt uns ein Beispiel aus der jüngsten deutschen Geschichte. Die Men-schen, die sich in Leipzig jeden Montag zum Friedensgebet versammelt ha-ben, konnten nicht damit rechnen, dass schon bald die Mauer zwischen den beiden Teilen Deutschlands fallen würde, und doch ist dieses Wunder ge-schehen! Gewaltfreiheit braucht Zeit, weil sie auf Einsicht und nicht auf zwangsweise Änderung setzt. Darum brauchen wir immer wieder einen langen Atem.
Aktuell engagieren wir uns in der Kampagne „Atomwaffenfrei. Jetzt!“ Oft be-kommen wir zu hören, das sei alles utopisch, wer Atomwaffen habe, würde sie nie abrüsten. Doch es gibt Beispiele vom Gegenteil. Zum einen gibt es ganze Kontinente und große Zonen, die sich für atomwaffenfrei erklärt haben, so ganz Süd- und Mittelamerika, Afrika, den Südpazifik und einen großen Teil Südasiens. Auch Weißrussland, die Ukraine und Kasachstan sowie viele Län-der in Zentralasien gehören dazu. Zum anderen gibt es Staaten, die Atom-waffen bzw. ein Atomwaffenprogramm hatten und später wieder abgerüstet haben. So hat Südafrika seine sechs Atomwaffen zerstört, um 1991 dem Atomwaffensperrvertrag beizutreten und sich damit wieder in die internationale Gesellschaft eingliedern zu können. Und die Atomwaffen besitzenden Staa-ten? Immerhin sind sich die NATO-Staaten nicht mehr einig über den Umgang mit Atomwaffen. Vom US-Präsidenten, von der Berliner Koalition, vom Bun-destag, vom deutschen und von weiteren Außenministerien wird eine Welt oh-ne Atomwaffen  ausdrücklich befürwortet. Am meisten bremsen wohl z.Zt. Frankreich und England. Aber diese Uneinigkeit zeigt, die Bereitschaft, den Missstand aufrecht zu erhalten, sinkt. Und zur der gewaltfreien, gütekräftigen Bewegung gehört die Erfahrung, dass im Lager derer, die für einen politischen Missstand hauptverantwortlich sind, vor dem endgültigen Durchbruch Uneinig-keit entsteht. Mit Jugendlichen haben wir mehrfach Reisen zu den Überprü-fungskonferenzen des Atomwaffensperrvertrags organisiert. Dabei hatten sie Gelegenheit, mit Diplomaten direkt Gespräche zu führen. Immer wieder beka-men sie zu hören: Macht weiter mit eurem Engagement! Wir brauchen den Druck von unten, damit sich etwas bewegt bei den Verhandlungen!
Auch jetzt gerade sind wieder Jugendliche aus aller Welt bei uns in Mutlangen für ein internationales Workcamp. Sie arbeiten miteinander, es finden aber auch viele Workshops zu Friedensthemen statt. Gerade machen sie eine Akti-on bei der Kundgebung zum Antikriegstag in Aalen, und am Montag werden sie bei der Aktion der Lebenslaute bei Heckler und Koch dabei sein. Sie sind ausgesprochen interessiert an den Friedensthemen und vernetzen sich inter-national für ihr Engagement.
Es ist also nicht umsonst, wenn wir uns engagieren. Im Übrigen: wenn ich et-was für richtig erkannt habe, sollte ich es auch tun, ganz unabhängig von den Erfolgsaussichten. Dazu möchte ich zum Schluss Vaclav Havel zitieren: „Das Maß der Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht. Und diese Hoffnung vor allen Dingen ist es, die uns die Kraft gibt zu leben und es immer wieder aufs Neue zu versuchen, sind die Bedingungen äußerlich auch noch so hoffnungslos.“
In diesem Sinne: Unser Mut wird langen, nicht nur in Mutlangen!

Lotte Rodi



Tom Bittner spricht über die aktuelle internationale und nationale Situation



Die beiden Musiker:  Siggi Köster und Thomas Reil


Margit Sandig moderierte die Veranstaltung



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Regio-Rad-Tour 2012

Die Tour machte auch in Esslingen Halt. Die Radler wurden vom Esslinger Oberbürgermeister Zieger als "Mayor for Peace" und vom Friedensbündnis Esslingen empfangen. Dabei hielt Margit Sandig folgende Rede:


Als wir 2008 zum 1.Mal eine Regio-Rad-Tour organisierten, hatten wir die große Hoffnung, wenigstens die 20 Atomwaffen, die auf deutschem Boden lagerten, bald los zu sein.

2009 und 2010 verspürten wir noch mehr „Rückenwind“ nachdem Präsident Obama von seiner Vision einer atomwaffenfreien Welt gesprochen hatte, eine Klausel im Koalitionsvertrag der Bundesregierung versprach, sich für den Abzug dieser 20 Atomwaffen einzusetzen und der Bundestag im Frühjahr 2010 ebenfalls einmütig dafür gestimmt hatte.

Eine atomwaffenfreie Welt war in greifbare Nähe gerückt – so schien es wenigstens damals.

Nun sind wir bereits das 4. Mal hier – 2012 – und es hat sich noch immer nichts bewegt: Diese 20 Atomwaffen lagern weiterhin in Büchel, in der Eifel, und mit der Absicht der USA ihr Atomwaffenarsenal zu modernisieren, anstatt wirklich abzurüsten, ist auch die Vision einer atomwaffenfreien Welt sehr in Frage gestellt.

Zwar hat sich inzwischen die Zahl der Mayors for Peace, der Bürgermeister und Bürgermeisterinnen für den Frieden, erfreulich erhöht, von

2008 : 2000, 2010: 4000 auf 2012: 5000 in 152 Ländern!

Aber insgesamt ist unsere Lage doch eher hoffnungsloser geworden.

Wenn in unseren Tagen von Atomwaffen die Rede ist, wird vor allem auf den Iran gestarrt. Dieser Schurkenstaat darf auf keinen Fall Atomwaffen entwickeln!

Plötzlich stehen nicht mehr die Atomwaffen selbst und deren Abschaffung im Brennpunkt, dieses Versprechen ist ganz aus dem Blick geraten, jetzt, 2012, geht es darum, daß „gute“ Länder eher Atomwaffen besitzen dürfen als „böse“.

Nach meiner Beurteilung sind wir damit auf einem völlig falschen Pfad.

Es ist einfach fatal, meine ich, im Kampf gegen Atomwaffen zwischen „guten“ und „schurkenhaften“ Staaten zu unterscheiden, allein schon aus dem einen Grund, weil sich auch auf der angeblich weißen Weste der „guten“ westlichen Staaten eine ganze Menge wüster, dunkler Flecken befinden.


Wenn ich uns jetzt einige Fakten in Erinnerung rufe, so geht es mir nicht darum, das eigene Nest zu beschmutzen; ich will nur ein wenig „vor der eigenen Haustüre kehren“:

  • Wer hat eigentlich die ersten Atombomben über bewohntem Gebiet abgeworfen und damit zehntausendfaches Leid über unschuldige Menschen gebracht?

Ein guter Staat?

  • Wer hat, kaum daß der schreckliche II. Weltkrieg zu Ende war, im Februar 1946 Militär auf pazifische Inseln geschickt um den Bewohnern von Bikini - nach einem Sonntagsgottesdienst übrigens! - vorzugaukeln, für den Weltfrieden, zum Wohle der Menschheit und um Kriege für immer abzuschaffen, sei es nötig, daß sie ihre angestammte Heimat verließen?

Andere Inselbewohner, wie die zum Beispiel von Rongelap, wurden erst gar nicht informiert. Der Fallout der Atombombentests traf sie völlig unvorbereitet und sie mußten warten, bis sie Jahrzehnte später von Greenpeace – Aktivisten umgesiedelt wurden.

Ein guter Staat?

  • Es gab auch noch andere sogenannte gute Staaten, die ahnungslose Menschen auf solche Weise zu Versuchskaninchen machten und ihnen nie wieder gutzumachenden Schaden an Leib und Leben und an ihrer Heimat zugefügt haben.

Eine Information, die bei mir den Zweifel an den sogenannten guten Staaten sehr bestärkt hat, war folgende:

  • In einer Zeit, als bei den Kriegsverbrecherprozessen in Nürnberg Nazi-Ärzte wegen medizinischer Versuche in den Konzentrationslagern vor Gericht standen und verurteilt wurden, holten Militärärzte eines „guten“ Landes in Guatemala Bauern von ihren Bergen herab um sie mit Geschlechtskrankheiten zu infizieren und sie für ihre medizinischen Beobachtungen zu mißbrauchen.

Es gibt, laut Frankfurter Rundschau, Opfer, die noch heute unter den Folgen leiden und nicht einmal auf finanzielle Entschädigung, aber wenigstens auf eine Entschuldigung warten.

War das vielleicht ein Schurkenstaat?

  • Das gleiche Land verhängte ein strenges Embargo gegen ein „böses“ Land und riskierte damit den Tod einer halben Million Kinder. Eine Politikerin dieses Landes, von Journalisten befragt, ob die Sanktionen wohl dieses Opfer wert gewesen seien, antwortete unverfroren: „Wir glauben, das war es wert.“

( Das war Madeleine Albright, zu dem Zeitpunkt des Interviews 1996 US-Botschafterin bei der UNO. 1997 wurde sie unter Präsident Clinton Außenministerin.

Quelle: Le monde diplomatique: Der andere Krieg gegen den Irak )

Die Liste ist unvollständig...

Und was haben wir damit zu tun? Wir gehören zum westlichen Bündnis und sind von daher mit zur Verantwortung zu ziehen.

Ich glaube, daß es Zeit wird, die Maske der Überheblichkeit vom Gesicht zu nehmen, denn es gibt keine wirklich „guten“ Länder und Atomwaffen sind so „böse“ und gefährlich, daß man sie nicht den einen Staaten bedenkenlos anvertrauen könnte und den anderen aus der Hand reißen müßte.

Atomwaffen müssen abgeschafft werden – in welchem Land auch immer! Basta!

Sorgen wir dafür, daß die Politiker nicht anders können, als endlich damit anzufangen! Sorgen wir für genügend Druck von unten!

Der Preis dieser Waffen ist nämlich lange vor ihrem Einsatz unendlich hoch: Es ist die beständige, berechtigte, panische Angst vor ihnen selbst und die Angst vor diesen Waffen in den Händen eines unberechenbaren Gegners. Diese Angst hat sich seit Hiroshima und Nagasaki an die Fersen der Menschheit geheftet.

Nur, wenn wir sie abschütteln, werden wir eine Zukunft haben.


Die Welt wird verändert durch Menschen,

die Angst haben und trotzdem etwas tun.“

Klaus Vack


Margit Sandig Esslingen, am 14.Juli 2012

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       Ostermarsch 2012 in Stuttgart

Ostermärsche haben eine lange Tradition. Seit mehr als 50 Jahren demonstriert die Friedensbewegung gegen Aufrüstung und atomare Bewaffnung. Unter dem Motto „Hände weg vom Krieg! Atomwaffen ächten! Abrüsten“ formierte sich am Ostersamstag in Stuttgart ein Ostermarsch des Friedensnetzes Baden-Württemberg, zu dem auch das Friedensbündnis Esslingen aufgerufen hatte.
Auch in diesem Jahr stand die Forderung nach einem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan auf der Agenda der Friedensbewegung. Zudem forderte sie, die Kriegsvorbereitungen gegen Syrien und den Iran zu stoppen und warnte vor dem Einsatz von Atomwaffen.
Mit dem Aufbau eines „Raketenabwehrschildes“ in Europa, dessen Zentrale im rheinland-pfälzischen Ramstein entstehen soll, werde die Schwelle zum Einsatz atomarer Waffen gesenkt.
Außerdem spach sich das Friedensnetz dafür aus, die Rüstungsproduktion auf zivile Produkte umzustellen und an den Schulen keine Werbung mehr für die Bundeswehr zu machen.


Mitglieder des Friedensbündnisses Esslingen bei der Auftaktveranstaltung in der Lautenschlagerstraße


Klausur 2012



VertreterInnen von mehreren Esslinger Organisationen treffen sich zur jährlichen Klausur und machen die Planung für 2012

In der Frankfurter Rundschau vom 24.12.2011 war bei der Anzeige "Weil wir Frieden wollen ..." auch das "Esslinger Friedensbündnis" bei den Mitfinanzierenden mit dabei.

Hier geben wir den dort abgedrucktenText wieder:

"Weil wir Frieden wollen ...

Wir leben in einer Zeit größter Verunsicherung durch die dramatische weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, verbunden mit Demokratieabbau und der Androhung neuer Kriege. Als Rechtfertigung für militärische Interventionen werden humanitäre Ziele vorgeschoben.

Den wirtschaftlich und politisch Herrschenden müssen Kriegsabenteuer wie in Afghanistan, Irak und Libyen unmöglich gemacht werden. Militärischen Interventionen gegen Syrien und den Iran widersetzen wir uns.

Wir fordern den sofortigen undbedingungslosen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und von allen anderen Auslandseinsätzen. Waffenexporte sind zu verbieten. Der konfliktreiche Nahe und Mittlere Osten ist in eine atomwaffenfreie Zone umzuwandeln. Atomwaffen müssen weltweit vernichtet werden.

Wir stellen uns dem Werben für Militär und Krieg entgegen. Es ist für uns unerträglich, dass Krieg wieder als Fortsetzung der Politik  mit anderen Mitteln gelten soll. Wir bestehen auf der Einhaltung des Völkerrechts und der UNO-Charta mit ihrem strikten Gewaltverbot.  Angesichts unserer Geschichte sehen wir uns in besonderem Maße zur Wachsamkeit verpflichtet. Das schließt den Kampf gegen Rassismus, Neonazismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit mit ein. Wir wollen Frieden, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Demokratie und ökologische Vernunft durchsetzen.

müssen wir die Politik in die eigenen Hände nehmen."



Antikriegstag 1. September 2011


Gedenkstunde zum Antikriegstag 2011 an der Nikolauskapelle in Esslingen


Hanna Maier-Gschwend führt durch die Veranstaltung.


Die Hauptrede hält Tom Bittner: 
„Keine Militäreinsätze zur Durchsetzung von
Wirtschafts- und  Machtinteressen !“
Er zeigt, dass auch in Libyen diese Interessen im Vordergrund standen.



Matthias Burkhardt berichtet über die Versuche der Bundeswehr Schülerinnen und Schüler an den Schulen in Baden-Württemberg zu indoktrinieren.


Daniel Zimmermann trägt mit seinem wunderschönen Klarinettenspiel
wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.


Irene Hörburger und Margit Sandig legen den Kranz in der Kapelle nieder.



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Antikriegstag 1. September 2010

(Die Rede von Tom Bittner ist hier nachzulesen: Hier)

anti-kriegstag

Vor der Nikolauskapelle in der Inneren Brücke spielt bei der Gedenkfeier Antonia Beck Cello. Links und rechts Siggi Altherr-König (die durch das Programm führt) und der Hauptredner Tom Bittner vom DGB:

Kultur1

Der Schauspieler Klaus Lerm spricht Gedichte von Erich Fried:

Kultur2

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Regio-Radtour 2010 (siehe auch unter Veranstaltungen)

Kleine Bildergalerie:

Global Zero Now
Das Anliegen der Regio-Tour: Global Zero Now:
Keine Atomwaffen mehr bis 2020

Wolfgang Schlupp-Hauck

Wolfgang Schlupp-Hauck und Brigitte Schlupp-Wick im Gespräch mit einer der InitiatorInnen (SchülersprecherInnen und SchülerInnen von Heidelberger Schulen) der Aktion Völkerrecht von 2003.


Die Tour kommt
Die Tour trifft ein

Helfried Sandig
Hellfried Sandig vom Friedensbündnis

Siggi Altherr-König
Siggi Altherr-König vom Friedensbündnis begrüßt für die Veranstalter die TeilnehmerInnen der eintreffenden Tour

Die Band
Die Musikgruppe umrahmt die Veranstaltung vor dem Alten Rathaus in Esslingen

Tobias Hardt
Tobias Hardt vom Friedensbündnis am Saxophon

Der Schutzwall
Der "Schutzwall" der Aktion Völkerrecht gegen die Gefahr der atomaren Waffen (das "Esslinger" Teilstück)

Hanna Maier-Gschwend
Hanna Maier-Gschwend vom Friedensbündnis hilft den "Schutzwall" weiterzubauen

Bürgermeister Markus Raab
Bürgermeister Markus Raab hält die Rede zum Aufenthalt der Tour in Esslingen in Vertretung von OB Zieger (Mitglied der Mayors for Peace)

Margit Sandig vom Friedensbündnis
Margit Sandig spricht für das Friedensbündnis Esslingen unter dem Motto "Wir sind locker. Aber wir lassen nicht locker."



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Ostermarsch 2010

Friedensbündnis Esslingen: beim Ostermarsch
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Jürgen Rose, der Referent vom AK »Darmstädter Signal« (links) und Tom Bittner (rechts) bei der Veranstaltung Bundeswehr am Hindukusch - wie lange noch? 
am 12. März 2010 im Salemer Pfleghof

Jürgen Rose (links)  in Esslingen

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Regioradtour 2009 der Pacemakers
für die Abschaffung der restlichen Atomwaffen in Deutschland und aller Atomwaffen in der Welt
25. Juli 2009

Das Friedensbündnis Esslingen ist Mitveranstalter


Der Empfang der Tour in Esslingen wird vorbereitet:
Die  Ankunft der Regioradtour in Esslingen wird vorbereitet
Marla singt Friedenslieder


OB Zieger von Esslingen spricht zur Versammlung (Inzwischen ist die Tour eingetroffen):
OB Zieger spricht

Tom Bittner spricht für das Friedensbündnis
Tom Bittner spricht

Klaus Pfisterer bedankt sich
Klaus Pfisterer spricht

Auch Bürgermeister Fink aus Aichwald (wie Zieger Mitglied der Mayors for Peace-Bürgermeister für den Frieden) ist ein Stück mitgeradelt:
BM Fink Aichwald

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Antikriegstag 1. September 2008

Ankündigung Antikriegstag Ankündigung
                                               
    Tom Bittner spricht  Tom Bittner spricht

Marla singt FriedensliederMarla singt                                                                         Friedenslieder

Helmut Maier hält die GedenkredeHelmut Maier hält die Antikriegstags-Rede*

Zuhörerinnen und ZuhörerZuhörerInnen

 Der Kranz in der Nikolauskapelle
Der vom Friedensbündnis Esslingen
niedergelegte Kranz

     *siehe unsere Themen                    

                             *****


Radtour gegen Atomwaffen



Friedensfahrer/innen trotzten am 12. Juli 2008 allen Wetterprognosen und und fuhren mit bis zu 80 Teilnahmer/innen, bunt geschmückt und gut gelaunt von Kirchheim/Teck über Ebersbach, Plochingen, Altbach, Esslingen und Köngen zurück nach Kirchheim/ Teck. Dieses so bisher einmalige Ereignis in Deutschland wurde lange vorbereitet und nun zum vollen Erfolg.

Start in Kirchheim/ Teck                      

Mit Brezeln und Kuchen wurden die Sportler/innen in Kirchheim/ Teck von Bürgermeister Günter Riemer begrüßt und anschließend begleitet. "Die Radtour wird trocken ankommen", prognostizierte er angesichts der unsicheren Wetterlage und er sollte Recht behalten. In Vertretung der Oberbürger- meisterin Angelika Heidecker-Matt verlas er ihre Grußworte: "...Heute bergen Atomwaffen das Risiko eines nuklearen Terrorismus, eines tragischen Unfalls oder militärischer Fehlkalkulationen....Und Terroristen lassen sich von Atomwaffen nicht abschrecken."



             

Ausstellung zu Atomtests im Pazifik begleiten Regio-Radtour in Ebersbach

Über Schlierbach ging es weiter nach Ebersbach. Unter der Federführung von Tobias Bollinger, Gemeinderat der Grünen, wurde dort die Ausstellung "Kein Bravo für Bikini" eröffnet, die sich mit den Atomtests im Pazifikraum seit den 1950er Jahren beschäftigt. Bürgermeister Edgar Wolf begrüßte die Teilnehmer/innen, nachdem auch er von Kirchheim aus mitgefahren war. Für ihn war das Kinder- und Jugendzentrum in Ebersbach genau der richtige Ort für die Rede, "ist die (noch ausstehende) Abschaffung der Atomwaffen doch eine zukunftsweisende Entscheidung für unsere Kinder und Jugend." In einem Grußwort des Bundestagsabgeordneten Walter Riester erinnnerte dieser an die ersten Abwürfe von Atombomben in Hiroshima und Nagasaki 1945: "Der Abwurf von Atombomben ist in so hohem Maß unmenschlich, dass er durch keine kriegerische Handlung zu rechtfertigen ist." Hauptorganisator Klaus Pfisterer von der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner konkretisierte diese Feststellung durch die Forderung: "Weltweit lagern 25.000 bis 30.000 Atomwaffen, viele davon jederzeit einsatzbereit. Mindestens 20 davon sind in Büchel in der Eifel stationiert. Im Ernstfall würden sie unter amerikanischem Befehl und unter amerikanischer Aufsicht von deutschen Piloten abgeworfen. Alle Atomwaffen weltweit müssen vernichtet werden."

Beitritt des Bürgermeisters Frank Buß zu den Mayors for Peace in Plochingen verkündet

Trotz Marquardtfest und internationalen Gästen ließ es sich der neue Plochinger Bürgermeister Frank Buß nicht nehmen, seinen Beitritt zu den Mayors for Peace den Teilnehmer/innen persönlich zu verkünden. Hier stieß auch der jüngste Radfahrer Jaques F. zum Teilnehmerfeld, der immerhin die ca. 12 km nach Esslingen und die selbe Strecke zurück auf sich nahm.

Auch die Bürgermeister Wolfgang Benignus und Nicolas Fink geben ihren Beitritt bekannt

In Altbach stoppten die Fahradfahrer/innen noch einmal, aus gutem Grund. Am Rathaus wartete Bürgermeister Wolfgang Benignus und wies auf die Sinnlosigkeit kriegerischer Auseinandersetzungen hin. Er sprach sich für eine Erinnerungskultur aus, um aus den Erfahrungen einer leidvollen Vergangenheit die Konsequenzen für eine friedlichere Zukunft zu ziehen. Auch gab er seinen Beitritt zu den Mayors for Peace bekannt. Damit wurde die Initiative der Mayors for Peace im Kreis Esslingen gestärkt, zumal auch Bürgermeister Nicolas Fink in Aichwald anlässlich der Regio-Radtour seinen Beitritt in dieser Woche erklärt hatte. Mittlerweile sind zehn Gemeinden im Landkreis Esslingen dabei. 

Friedensfest in Esslingen



Als laute Tröten ertönten, legte die Band "Ab ond Zo" los und sang "Verdamp lang her". Die Erinnerung an den Anfang der 1980ger Jahre war da, als die Menschenkette vom ehemaligen Atomraketenstandort Neu-Ulm nach Stuttgart über Esslingen verlief. So mancher saß jetzt auf den Bänken und dachte an die riesigen Demonstrationen, die sich vor allem gegen Pershing II- Raketen richteten, von denen noch mindestens 20 in Büchel in der Eifel gelagert sind. "Schaffen wir es in den nächsten zwei Jahren diese Waffen aus Deutschland zu bannen?" Margit Sandig als Rednerin des Friedensbündnisses bestärkte diese Hoffnung und meinte, dass sich dann die vielen Bemühungen von damals gelohnt hätten.
Als "eines von vielen kleinen Zeichen" bezeichnete Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger die Friedensradtour, "um aus den vielen kleinen ein großes auf dem Weg zur weltweiten atomaren Abrüstung zu machen."

Kunstradfahrer/innen und Friedensfahrer/innen machen in Köngen gemeinsame Sache



Einen besonders tollen Empfang gab es für die Tourteilnehmer/innen in Köngen. Mit ihren Einrädern legte die Jugendmannschaft des RSC Köngen eine tolle Show hin. Dem nicht genug warteten viele Kinder des Kindergartens Hausäcker mit selbst gebastelten Friedenstauben und einem begeisternden Fußballtanz den Teilnehmer/innen auf und last but not least gaben die Bläser der Musikschule Köngen/ Wendlingen ihr Bestes. Heinrich Schuster vom ökumenischen Friedenskreis hatte sich mit der Vorbereitung mächtig ins Zeug gelegt, um den Frieden zur Herzenssache zu machen.
Das Bild rundete Bürgermeister Hans Weil mit seiner Rede und der Idee, in der Vergabe neuer Straßennamen im Sinne der Friedensbewegung aktiv zu werden, ab.

Dass auch die Gmünder Tagespost über unsere Tour berichtete, dafür sorgten die "phantastischen Vier" von der Pressehütte in Mutlangen. Unter dem Mottto "Wer die Welt verändern will, muss auch was dafür tun", stießen die vier in Ebersbach dazu und fuhren den Rest der Strecke mit.

Wer auf den Geschmack des Fahrradfahrens, zumal für eine gute Sache, gekommen ist, kann am 30. August den sieben Mal zu fahrenden Rundkurs um das Atomwaffenlager in Büchel mitfahren. Informationen unter www.pace-makers.de .

                                                     
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Erste Bilder von der Pacemaker-Friedensradtour am 12.7.08
(siehe genauere Informationen weiter unten)

Ankunft1
Ankunft in Esslingen

Ankunft2

Kulturprogramm
Kulturprogramm

OB Zieger
Esslingens OB Zieger begrüßt die Teilnehmer

Margit Sandig
Margit Sandig spricht für das Friedensbündnis Esslingen

Tom Bittner hört aufmerksam zu
Tom Bittner hört aufmerksam zu

Der Organisator
Der Organisator Klaus Pfisterer

Verabschiedung1
Verabschiedung

Verabschiedung2

Schutzwall gegen Atomwaffen
Der von der Aktion Völkerrecht initiierte "Schutzwall gegen die Atomwaffen" wächst und wächst auch hier


Radtour gegen Atomwaffen
Pacemakers-Friedensradtour kommt am 12. Juli nach Esslingen und Köngen

Die Pacemakers-Regio-Rad-Tour, mit Start und Ziel in Kirchheim/Teck, setzt sich für die Abschaffung aller Atomwaffen ein und macht am Samstag, den 12.07.2008 Station in Esslingen und Köngen. In Esslingen werden die Radler um 14.00 Uhr vor dem Alten Rathaus und um 16.00 Uhr vor dem Radhaus in Köngen erwartet. Aufgerufen zur Teilnahme sind alle friedensbewegten Menschen, die mit bunt geschmückten Rädern die Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt unterstützen möchten.

Ein breites Aktionsbündnis aus der Region, zu dem auch das Friedensbündnis Esslingen und das Ökumenische Friedensgebet Köngen gehören, wirbt gemeinsam mit den BürgermeisterInnen für den Frieden (Mayors for Peace), Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger, Esslingen, Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, Kirchheim/Teck, Bürgermeister Edgar Wolff, Ebersbach und Bürgermeister Hans Weil, Köngen, für eine atomwaffenfreie Welt bis zum Jahr 2020.

Bereits eine halbe Stunde vor Eintreffen der RadlerInnen beginnt vor den Rathäusern in Esslingen und Köngen ein kulturelles Rahmenprogramm. In Köngen gibt es zudem Darbietungen von Kindern des Hausacker-Kindergartens und Mitgliedern des Radsportclubs.

Die Idee zur Regio-Tour hatte Klaus Pfisterer von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Neckar-Fils, der gemeinsam mit anderen die Planungen in den vergangenen Monaten vorantrieb. Die Friedens-Tour startet um 10 Uhr in Kirchheim/Teck vor dem Rathaus und führt über Schlierbach, Ebersbach, Reichenbach, Plochingen, Altbach, Zell, Oberesslingen, Esslingen, Deizisau, Köngen und Wendlingen zurück nach Kirchheim/Teck. Gegen 17 Uhr will man dort wieder ankommen.

Die Friedensradtour will kein Wettrennen sein, sondern ein gemeinsames Radeln für eine atomwaffenfreie Welt. Die Gesamtstrecke beträgt 60 km, wobei auch Teilstrecken von 15 bis 20 km gefahren werden können. Jede/r kann unterwegs aus- und einsteigen. Der Schnitt wird bei 10-12 km/h liegen. Gefahren wird auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im geschlossenen Feld mit Polizeibegleitung zur Absicherung der Gruppe.

Am 6. und 9. August 2008 jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
zum 63. Mal. Dabei starben über 300.000 Menschen. Noch heute leiden viele Menschen an den Spätfolgen. Weltweit lagern 25.000 – 30.000 Atomwaffen, viele davon jederzeit einsatzbereit. In Deutschland lagern mindestens 20 einsatzbereite Atomwaffen in Büchel (Eifel). Die Möglichkeit, dass Atomwaffen eingesetzt werden, ist jederzeit gegeben, so lange es diese Waffen gibt. Sollten sie eingesetzt werden, werden große Teile der Erde unbewohnbar werden. Dies gilt es zu verhindern, daher müssen alle Atomwaffen vernichtet werden.

Die Mayors for Peace, BürgermeisterInnen für den Frieden, wurden 1982 gegründet. Die internationale Vereinigung wird von über 2000 BürgermeisterInnen weltweit unterstützt. Das gemeinsame Ziel: Die Abschaffung aller Atomwaffen. Zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region sind bereits Mitglied der Mayors for Peace und die Rad-Tour will deren Ziele breiter in die Öffentlichkeit tragen sowie weitere BürgermeisterInnen für die Mitgliedschaft gewinnen.

Die Fahrradtour will die Kampagne „unsere zukunft – atomwaffenfrei“ in die Öffentlichkeit tragen und fordert den Anzug aller Atomwaffen aus Deutschland bis spätestens 2010.
Bis zum Jahr 2020 soll die Welt atomwaffenfrei sein. Die Initiatoren, sowie die Unterstützerinnen und Unterstützer fordern die Bundesregierung auf, keine Mitarbeit an der Planung und dem Einsatz von Atomwaffen zu leisten.



Infos www.pace-makers.de
Siehe auch hier!
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Ostermarsch2008


Antikriegstag in Esslingen
am 1.September 2007
Nikolauskapelle - Innere Brücke
17.00 Uhr

1. September - Antikriegstag

Gedenkfeier und Kranzniederlegung

Samstag, 1. September 2007, 17.00 Uhr

Esslingen, Nikolauskapelle auf der

Inneren Brücke (Fußgängerzone)

  Ansprache: Bernd Köster
                  Sekretär der DGB-Region Stuttgart

  Kultur:      Marla singt Lieder gegen den Krieg

Eine andere Welt ist möglich -  Aufruf zum Antikriegstag 2007

Wir stehen hier, um an zwei Weltkriege zu erinnern, die uns dazu ermahnen alles zu tun, um Kriege zu verhindern und den Krieg als legitimes Mittel der  Politik zu ächten.

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen der Zweite Weltkrieg. Mit diesem Krieg brachte Deutschland zum zweiten Mal in wenigen Jahren ungeheures Leid über Millionen von Menschen, besonders in Osteuropa. 55 Millionen Menschen wurden getötet, davon allein 20 Millionen Sowjetbürger/innen, unzählige wurden verletzt und verstümmelt. Hunderttausende zu Zwangsarbeit verschleppt. Tausende von Städten und Dörfern wurden zerstört. Den Gipfelpunkt fand die faschistische Barbarei in der systematischen und industriellen Ermordung von 6 Millionen Juden in den Konzentrationslagern. Im Potsdamer Abkommen der Siegermächte wurde festgelegt, dass Deutschland entnazifiziert, entmilitarisiert, sowie die wirtschaftliche Macht durch die Entflechtung monopolistischer Großunternehmen eingeschränkt werden sollte, damit von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen kann.

Nie mehr  Faschismus! Nie wieder Krieg!

Das war die Erkenntnis, die in der ganzen Welt die  Menschen einte. Schon bald blieb es lediglich eine Hoffnung, denn Kriege wurden rund um den Erdball weiter geführt und nach nur wenigen Jahren wurden beide deutschen Staaten wieder aufgerüstet.

Trotz allem fanden sich immer wieder Menschen, die dagegen protestierten, wie z. B. die OstermarschiererInnen seit den 60-er Jahren, die GegnerInnen der Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen in Westdeutschland oder die GegnerInnen des Irak-Kriegs.

Heute braucht der Frieden mehr Bewegung denn je. Ermutigt durch den Zerfall der ehemaligen Sowjetunion spielt sich die amerikanische Regierung unter dem jetzigen Präsidenten als Weltpolizist auf und führt in einigen Ländern Krieg. Der in Afghanistan geführte „Krieg gegen den Terror“ trifft in erster Linie die Zivilbevölkerung.

Das in Calw stationierte „Kommando Spezialkräfte“ operiert jenseits demokratischer Kontrolle und ist möglicherweise in die Verschleppung und Misshandlung Gefangener verwickelt. Seit dem Krieg auf dem Balkan 1999 und mit der Entsendung von Tornados nach Afghanistan ist die Bundeswehr an kriegerischen Handlungen beteiligt.

Im Streben nach vollständiger politischer Kontrolle und zum Zwecke der Rohstoffsicherung überfiel die USA 2003 den Irak. Weit über 600.000 Iraker wurden durch den Krieg getötet. Oft werden die Iraker selbst für die eskalierende Gewalt verantwortlich gemacht. Dabei haben Krieg und Besatzung zumindest die aktuellen Bedingungen verschärft, wenn nicht sogar erst geschaffen.

Menschen in Palästina, im Libanon und auch in Israel leiden unter den Folgen des letzten Libanon-Kriegs. Die Trauer und Wut über die mehr als 1000 getöteten Zivilisten werden die Menschen und ihre Familien in der Region so bald nicht vergessen.

Während diese und andere Kriege andauern, werden neue vorbereitet. Insbesondere  im Konflikt mit dem  Iran besteht die große Gefahr, dass die Sanktionen eine Entwicklung in Gang setzten, mit der am Ende ein militärischer Angriff auf das Land gerechtfertigt wird.

Die Beteiligung der Bundeswehr an weltweiten Kriegen verstößt gegen den Geist der Verfassung. Die Unterstützung der USA, die Erlaubnis deutsches Territorium  für den Nachschub zu nutzen, verstößt genau gegen diese Verfassung, die Deutschland mit dazu verholfen hat, wieder in die Gemeinschaft der Nationen aufgenommen zu werden. Eine andere Welt ist möglich, indem man sich auf diese Verfassung besinnt und sie nicht militärischem Machtstreben preisgibt.

Heute braucht der Frieden mehr Bewegung denn je. Wir fordern die Ausweitung des zivilen Friedensdienstes, um Fachleute als zivile Vermittler zwischen Konfliktparteien in Krisengebieten zu unterstützen. Wir wollen den Abbau aller Atomwaffen, das Verbot von Landminen und Streumunition. Wir wollen, dass die immensen finanziellen Mittel, die in die Rüstung gesteckt werden, zur Lösung der vielen sozialen Probleme in diesem Land und auf der Welt eingesetzt werden. Eine andere Welt ist möglich.

Mit vielfältigen Aktionen versucht das Friedensbündnis Esslingen, Schritte für den Frieden zu tun.



      Im Herbst 2005 gab es zwei Wochen die Ausstellung „Frieden braucht Fachleute“ im       Einkaufszentrum „Das ES“ zu sehen, Schüler/innen halfen mit einer Sportaktion               „dem  Frieden auf die Sprünge“ und im Wehrneckarkanal  erinnerten schwimmende         Kerzen bei einer Gedenkveranstaltung an  den Abwurf der Atombomben auf                   Hiroschima und Nagasaki. 

Seit über 25 Jahren stehen die Mitglieder der Ökumenischen Friedensgruppe wöchentlich vor der Nikolauskapelle und  informieren die Esslinger/innen und ebenso lange begehen wir den Antikriegstag.

Der Frieden braucht Bewegung, bewegen wir uns!



Antikriegstag 2006

Mit seiner diesjährigen Gedenkfeier zum Antikriegstag erinnerte das Friedensbündnis Esslingen an die Millionen Toten und an das unbeschreibliche Leid des zweiten Weltkrieges, der mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 begann. Die Teilnehmer/innen mahnten gleichzeitig für eine Welt des Friedens und für ein Europa, das sich dem Krieg verweigert.

In seiner Eröffnungsrede erinnerte der DGB- Kreisvorsitzende Tom Bittner daran:
"Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen der zweite Weltkrieg. Mit diesem Krieg brachte Deutschland zum zweiten Mal ungeheures Leid über Millionen von Menschen, besonders in Osteuropa. 55 Millionen Menschen wurden getötet, davon allein 20 Millionen Sowjetbürger/innen, unzählige wurden verletzt und verstümmelt, hunderttausende zu Zwangarbeit verschleppt. Tausende von Städten und Dörfern wurden zerstört. Den Gipfelpunkt fand die faschistische Barbarei in der systematischen und industriellen Ermordung von 6 Millionen Juden in den Vernichtungslagern. Im Potsdamer Abkommen der Siegermächte wurde festgelegt, dass Deutschland entnazifiziert, entmilitarisiert, sowie wirtschaftliche Macht durch die Entflechtung monopolistischer Großunternehmen eingeschränkt werden sollte, damit von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen kann."

Jugendliche des internationalen Workcamps in Mutlangen bereicherten die diesjährige Gedenkfeier mit ihrem Elan und ihrer Aktion DENKmal für das Völkerrecht, einer Wand mit Steinen, auf denen die Unterzeichner/innen sich für den Abbau der Atomwaffen in aller Welt und gegen Kriege, die nicht ausschließlich das Recht auf Selbstverteidigung beinhalten, wenden. Sie bastelten und verschenkten kleine Papierkraniche - einem Brauch aus Japan folgend - suchten das Gespräch mit Passantinnen und Passanten in der Fußgängerzone und konnten ihre Mauer vergrößern. 

Jugendliche vom Workcamp

In ihrer Rede erzählte Julia Kramer davon, wie wütend sie als 14-jährige darüber war, dass Erwachsene  keinen Frieden halten konnten. "Es sind die kleinen Schritte, mit denen man etwas für den Frieden tun kann, dass sich ehemalige Kriegsgegner versöhnen, dass sich Jugendliche aus aller Welt kennenlernen und gemeinsam aktiv werden. Das Mutlanger Camp ist ein Beispiel dafür, dort geht es um die Gefahren von Atomwaffen und Atomkraft. Krieg darf kein Instrument zur Durchsetzung von Politik werden." Das konnten Freunde des Friedensbündnisses und andere hautnah miterleben, denn die Jugendlichen kamen aus Japan, Ecuador, Weißrussland, Mexiko, Kroatien und Deutschland. Ein weiteres treffendes Beispiel für Begegnungen fügte sie gleich hinzu: "Eine Freundin erlebte bei einem internationalen Camp in Weißrussland, dass ihr ein Überlebender aus den Konzentrationslagern eine Tüte Äpfel geschenkt hatte."

Julia Kramer

Tobias aus Ebersbach/ Fils bestärkte seine Motivation: "Wir wollen nicht unseren Kindern eine Welt hinterlassen, voll von Atomwaffen und anderen Gefahren, die von der Atomkraft ausgehen." Nina aus Renningen berichtete von ihrer Aktion Völkerrecht, mit der sie visuell sichtbar machen wollen, dass viele Menschen die Existenz von Atomwaffen und die Führung von Kriegen zur Durchsetzung politischer Interessen nicht mittragen. "Mit dieser Mauer haben wir unsere Aktionen in New York anlässlich der UNO-Vollbersammlung begleitet. Im letzten Jahr wurde sie in Hiroshima aufgebaut. Sie ist mittlerweile 400m lang und besteht aus 100.000 Klötzchen mit Unterschriften."

Alejandra aus Mexiko fasste sich einen Strauss Rosen und ermunterte alle, eine Blume als Zeichen für den Frieden in die Nikolauskapelle zu legen.

 Gruppe "Friede, Freude, Eierkuchen"  und  Tom Bittner

Für die musikalische Umrahmung spielte die Gruppe "Friede, Freude, Eierkuchen", erzählte in ihren Liedern von der Miete und dem Arbeitsamt, vom Verhältnis von Bruder und Schwester und vom "lustigen" Soldatenleben und fragte zum Schluss "Wozu sind Kriege da ?".




Antikriegstag 2005

Ca. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammelten sich in diesem Jahr am Postmichelbrunnen in Esslingen, um gemeinsam den Antikriegstag zu begehen. Der DGB- Kreisvorsitzende Thomas Bittner begrüßte die Gäste und den evangelischen Dekan Kaufmann, der die Ansprache hielt:

Antikriegstag  "60 Millionen Menschen starben in Folge dieses Datums, eine Zahl, die nicht zu fassen ist. Jedes Opfer hat ein Gesicht, jeder Tote einen Traum vom Leben in Frieden und Hoffnung auf einen Fetzen Glück gehabt. Das Datum erinnert auch an Millionen von Juden, die im besetzten Polen hinter den Frontlinien systematisch umgebracht wurden.Ohne Kenntnis der Geschichte gibt es keine politische Orientierung in der Gegenwart. Frieden ist nicht selbstverständlich, sondern kostbar, ein Ergebnis guter Politik und demokratischen Bewusstseins. Erinnern macht wachsam, wenn Krieg wieder auf die Tagesordnung gesetzt wird, Waffenembargos fast unbemerkt aufgehoben werden sollen, weitere Unsummen in die Rüstung fließen." Die Geschichte zeige, wozu der Mensch fähig sei: "Wir erheben uns nicht über die, die vor uns waren. Wir erkennen die Anfälligkeit des Menschen für einfache, schnelle Antworten auf Kosten anderer. Wir sehen unsere Verpflichtung, wachsam zu sein." Voraussetzung für den Frieden seien Rechtsstaatlichkeit, Abbau krasser ökonomischer Ungleichheiten, Stärkung der internationalen Organisationen und des Völkerrechts und eine Kultur gegen Intoleranz und nationalistische Tendenzen.


 Mitglieder und FreundeMitglieder und Freunde des Friedensbündnisses präsentierten Lieder und Texte, die daran erinnerten, dass Menschen ihr Geld nicht essen können, dass nur die Erde dem Menschen eine Wohnung sei. Die Ballade und Parodie vom bedrohlichen Nachbarn zeigte auf, dass die Eskalation der Gewalt bei Nachbarn anfange und - in die "große Politik" übertragen - furchtbare Auswirkungen habe.




Frieden braucht Fachkräfte

Katholisches und evangelisches Bildungswerk, die Pax Christi Gruppe Esslingen sowie das Esslinger Friedensbündnis präsentierten eine Ausstellung des Forums Ziviler Friedensdienst vom 17.10. bis 3.11.05 im Esslinger Einkaufszentrum ES.  1142 Besucherinnen und Besucher konnten sich im Herbst auf verschiedenen Schautafeln mit den Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktlösung auseinandersetzen. 

Inhalte

Inhalte der Ausstellung: Gewalt und Terror eskalieren, insbesondere dort, wo staatliche Strukturen nicht mehr handlungsfähig sind, aber auch in den No-go-Areas westlicher Großstädte. Wer auf Terror in erster Linie militärisch reagiert, nimmt zwangsweise das Leiden und den Tod völlig Unbeteiligter in Kauf und treibt so den Terrorgruppen zwangsläufig neue Freiwillige in die Arme. Krieg wird wieder als legitimes Mittel der Außenpolitik angesehen. Die meisten Opfer weltweit fordert eine strukturelle Gewalt, ausgedrückt in einer extrem ungleichen Verteilung der Lebenschancen. Gewalt fasziniert, dargestellt in den Medien fast schon zum Alltag geworden, trägt sie dazu bei, dass wir oft nur Konfliktvermeidung oder eigene Gewaltanwendung als wirksame Reaktion in Betracht ziehen. Grundgedanke der zivilen Konfliktbearbeitung ist die Suche nach gewaltfreien Lösungen. In jeder Auseinandersetzung finden sich Menschen  und Institutionen, die aktiv gegen Gewalt und für die Berücksichtigung der Interessen aller eintreten. Solche Kräfte ausfindig zu machen, sie miteinander zu vernetzen und zu stärken, ist eine zentrale Aufgabe der Konfliktbearbeitung. Bedeutend ist die Aufarbeitung von Unrecht und Gewalt, denn nur aus dem Wissen um die Wahrheit kann Versöhnung entstehen.  Die Werkzeuge ziviler Konfliktbearbeitung durchlaufen die verschiedenen Konfliktphasen, greifen über Vermittlung, Dialogprogramme, aber auch Embargos, Waffenstillstand, Personenschutz, Dokumentation, humanitäre Hilfe, Wiedereingliederungshilfe für Flüchtlinge, Traumatisierungsbearbeitung, Versöhnungsprozesse, Rehabilitation, Wiederaufbau, Stärkung von Friedenskräften und den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen. Praktische Beispiele wurden aus Südafrika, den Philippinen, Bosnien, Ost- Timor, Kamerun, Israel, Palästina und Serbien dargestellt.

Fast 50 Friedensfreundinnen und -freunde beteiligten sich an der Betreuung der Ausstellung und standen den Besucherinnen und Besuchern für Fragen zur Verfügung. Auch Schulklassen und Gruppen Studierender besuchten die Ausstellung im ES. Eine Schülerin stellte den treffenden Vergleich an: "Das ist ja so ähnlich wie das Streitschlichtermodell an unserer Schule." Eine Reihe von Veranstaltungen schmückten den Rahmen.

Eröffnung

Dem Frieden auf

Im Namen der Veranstalter eröffnete Adalbert Kuhn, Leiter des katholischen Bildungswerks, die Ausstellung.  Andreas Zumach, internationaler Korrespodent in Genf u.a. für die Berliner "tageszeitung", hob in seiner Ansprache die Bedeutsamkeit ziviler Konfliktlösungen und gewaltfreier Ansätze in der Politik, angesichts drohender Szenarien in Iran und Irak, hervor: "Das Verhältnis zwischen den Ausgaben für militärische Zwecke und für zivile Friedenszwecke beträgt in Deutschland etwa 1000:1. Noch finden die Einsätze des Zivilen Friedensdienstes fast ausschließlich in Situationen statt, in denen Kriege und andere Gewaltkonflikte bereits stattgefunden haben. Dringend erforderllich wären aber Einsätze, die der Prävention dienen würden." In seinem Grußwort unterstrich Bürgermeister Dr. Manfred Raab dies. Das musikalische Programm der Rhythm Check Percussion Crew der städtischen Musikschule Ostfildern gab der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen. Besonders eindrücklich war das Stück, in dem ein Dialog zwischen Trommel und Marimba musikalisch genau das darstellte, was die Ausstellung wollte: Dialog, Gespräch und Suche nach gemeinsamen Lösungen an Stelle von gewaltsamer Auseinandersetzung.

Dem Frieden auf die Sprünge helfen

Mit einer

Mit einer außergewöhnlichen Aktion setzten sich die 5- Klässlerinnen  und Fünftklässler des Georgii- Gymnasiums in der Schelztorsporthalle für den Weltfrieden ein. Der Boden der Sporthalle bebte, Springseile wirbelten durch die Luft. Für ihre Hüpfaktion hatten sie Paten gewonnen, die sich bereit erklärten, pro Sprung ihres „Schützlings“ einen bestimmten Geldbetrag zu spenden. 54977 Sprünge erzielten einen Erlös von 4895,92 €, der dem Dachverband Forum Ziviler Friedensdienst zu gute kam. Die Kinder hatten sich im Zusammenhang mit der Ausstellung Frieden braucht Fachleute ausführlich mit den Themen Frieden und Gewalt auseinandergesetzt und erkannt, dass Frieden im Großen wie im Kleinen nichts Selbstverständliches ist. Man muss was dafür tun.  Das Bewusstsein, dass sich der Erlös mit jedem Sprung  in die Höhe schraubt, spornte die jungen Akteure zu Höchstleistungen an. Franziska strahlte übers ganze Gesicht, 1075 meinte sie, noch ziemlich außer Atem. Ob da nicht so mancher der Paten seinen „Schützling“ unterschätzt hatte ?


Wir wollen Euer Erbe nicht antreten

In einer Abendveranstaltung zur Ausstellung berichtete die Friedensforscherin Julia Kramer im Gemeindehaus „Laterne“ von der gescheiterten UNO – Abrüstungskonferenz in  New York. Dort nutzten versierte Diplomaten vor allem aus dem Iran und den USA alle Tricks gegen die UNO – Vertragspflichten zur Beseitigung von Atomwaffen. Davon sind weltweit immer noch rund 30000 gelagert. Und immer mehr Länder überlegen sich jetzt, eigene Atomwaffen anzuschaffen, seit die USA und wohl  auch China neue Militärpläne für den Einsatz von Atomwaffen entwickeln. In einer inzwischen berühmt gewordenen Rede der Jugend im UNO – Plenum, an der auch Gruppen aus Heidelberg und Mutlangen beteiligt waren, protestierten diese gegen den Skandal, dass offizielle Vertreter von Staaten die atomare Abrüstung unterlaufen. Das Fazit der Jugend in New York: „Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass sich diejenigen, die durch die Korridore der Macht gehen, nicht den moralischen Werten anschließen, die man uns in der Schule, zu Hause, in Büchern und in den Medien vermittelt.“ Daher appellierten sie: „Gemäß der UN – Charta ist es Ihre vorrangigste und wichtigste  Pflicht, zukünftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren. Angesichts dessen sagen wir Ihnen ganz offen, dass wir nicht verstehen, wie Sie den Frieden gewährleisten und uns beschützen können, ohne die gefährlichste aller Waffen, die die Menschheit je geschaffen hat, zu vernichten.“ In der Diskussion zeigte sich, dass dies kein einmaliges Aufbegehren sein wird. Die Friedensforscherin gründet in Mailand zusammen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz ein Jugendnetzwerk für Europa, das in Deutschland den nötigen politischen Druck fortsetzt. Auch in Esslingen sprang der Gedanke über: Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer entschlossen sich spontan, diesen groß angelegten Aufbruch finanziell zu unterstützen.


Schritte auf dem Weg zum Frieden: Frauenerzählcafe

Die Volkshochschule und die Frauenbeauftragte Esslingens luden am 20.10.  unter o.g. Titel  zu einem Frauenerzählcafe ein. Über Erfahrungen auf dem Weg zum Frieden berichteten Irene Hörburger, Hanna Maier- Gschwend, Ursula Schebur und Sigrid Altherr- König unter der Moderation von Dr. Gudrun Silberzahn- Jandt von ihrer langjährigen Arbeit in der Friedensbewegung vor Ort.  Spannend war die Wiederbelebung der Geschichte seit Ende der siebziger Jahre, einhergehend mit dem NATO- Doppelbeschluss unter Altkanzler Helmut Schmidt. Es war auch für die vier Frauen auf dem Podium, stellvertretend für viele andere, bewegend und wert, all diese inzwischen geschichtlichen Ereignisse wieder erstehen zu lassen, ein reicher Schatz an Aktionen und Erfahrungen. Heute ist manches nicht mehr so übersichtlich, so begrenzt, wie damals, als die Wünsche und Forderungen bezüglich der Pershings an die Bundesregierung adressiert waren. Heute sind die Verantwortlichkeiten globaler verteilt, bedeuten die neuen verteidigungspolitischen Richtlinien (seit 2003), dass die Bundeswehr Krisen- und Interventionsarmee wird/ ist? Die Frauen stimmten darin überein, dass ihr Einsatz einen Sinn macht, damit endlich die Krisen- und Konfliktinterventionen mit nicht- militärischen Mitteln Vorrang vor militärischen Strategien haben. Die Atomwaffen sollen endlich abgebaut werden, wie es im Atomwaffensperrvertrag vereinbart wurde. Die Bedrohung des Iran mit Krieg muss gestoppt werden. Fazit des Abends war, dass das Spektrum der notwendigen Veränderungen  vielfältig ist. Gut wenn jede und jeder auf ihre und seine Weise dranbleibt.

 

Ehemaliger Sindelfinger OB Joachim Rücker kümmert sich im Kosovo um den wirtschaftlichen Wiederaufbau

Im Rahmen der Ausstellung „Frieden braucht Fachleute“ führten der kosovarische Schriftsteller Beqe Cufaj und der ehemalige OB Sindelfingens und jetzige Botschafter der United Nations Mission im Kosovo, Joachim Rücker,  ein Gespräch im Kutschersaal der Esslinger Stadtbücherei zur Situation im Kosovo. Beide setzten sich mit dem mühsamen Prozess der nachhaltigen Konfliktbewältigung auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden auseinander. In einem Interview vorab mit dem Redakteur der Esslinger Zeitung Alexander Maier meinte Joachim Rücker: “Zunächst braucht man solide Kenntnisse über die Wurzeln der Konflikte, in deren Spannungsfeld man sich begibt. Hinzu kommen Einfühlungsvermögen und der Wille nützliche Ergebnisse zu erzielen. Die internationale Gemeinschaft muss derzeit durch militärische und zivile Präsenz Stabilität schaffen. Vor allem aber brauchen die Menschen  im Kosovo eine Perspektive. Deshalb gehe ich davon aus, dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 24.10. beschließen wird, die Verhandlungen über den endgültigen Status des Kosovo einzuleiten. Wir sollten dafür eintreten, dass der westliche Balkan eines Tages zur Europäischen Union gehören kann.“ Die musikalische Umrahmung gestaltete ein Ensemble der Esslinger Musikschule.

Erfahrungen als Friedenskraft im Kosovo

Kees Wiebering berichtete am 26.10. im Hochschulzentrum und im Salemer Pfleghof von seiner Tätigkeit und seinen Erfahrungen im Kosovo. Kees Wiebering ist Ingenieur und Mediator und arbeitete dort von 2001 bis 2003 als Friedenskraft für Pax Christi Rottenburg- Stuttgart. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Unterstützung des Aufbaus lokaler zivilgesellschaftlicher Strukturen. Dabei ging es um die Suche nach gemeinsamen Interessen von lokalen Nichtregierungsorganisationen. Ein zentrales Projekt war das Organisieren von Diskussionen über die Rückkehrproblematik, die live über Radiostationen im Raum Prizren übertragen wurden. Friedensfachkräfte kümmern sich um Verwundungen, die der Krieg bei der Bevölkerung hinterlassen hat. Schwerpunktmäßig geht es ihnen um das Vermitteln von Konfliktstrategien, die auf Versöhnung, Verständnis und Gewaltlosigkeit abzielen.

Hotel Ruanda

Das katholische Bildungswerk und das kommunale Kino zeigten den Spielfilm "Hotel Ruanda" und luden anschließend zur Diskussion ein. Das Kino war total ausgebucht, dabei war schwer verdaulich, was die Zuschauer vorgesetzt bekamen. Fast eine Millionen Menschen fielen in nur 100 Tagen 1994 diesem schrecklichen Völkermord zum Opfer. Fassungslosigkeit und die Frage „warum“ blieben. Der Film zeigte die wahre Geschichte um einen Manager, in dessen Hotel  1200 Menschen Zuflucht fanden und sie vor den Schlächtern vor der Tür gerettet wurden. Zeitzeugen, ein ehemaliger Entwicklungshelfer und eine Ruanderin waren zu Gast. Fazite waren: Die westliche Welt verschloss die Augen, lediglich die Weißen wurden evakuiert. Und die Waffen stammten ... Eine Forderung aus dem Publikum hieß: "sich für eine Reform der UNO einsetzen, so dass sie nicht mehr vorrangig Großmachtinteressen dient.“

Lasst uns zuFRIEDEN leben

Der Stuttgarter Diplom- Theologe Odilo Metzler, Präsidiumsmitglied der deutschen Sektion von Pax Christi, gab Anstöße aus der  Bergpredigt und der katholischen Soziallehre. An alle Christen richtet sich der Aufruf der Bergpredigt, sich für Frieden einzusetzen: "Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden."


Leben zwischen den Mauern

Über die Situation in Bethlehem und die Hoffnung wider alle Hoffnung berichtete die palästinische Christin Faten Mukarker. Nach ihrer Meinung kann eine monströse, bei Bethlehem 10 - 12 m hohe Mauer das Problem nicht lösen. Ihr Ansatz wäre Brücken bauen.