Klausur 2012

VertreterInnen von mehreren Esslinger Organisationen treffen sich zur jährlichen Klausur und machen die Planung für 2012
In der Frankfurter Rundschau vom 24.12.2011 war bei der Anzeige "Weil wir Frieden wollen ..." auch das "Esslinger Friedensbündnis" bei den Mitfinanzierenden mit dabei.
Hier geben wir den auf der Kopie nicht ganz erkennbaren Text wieder:
"Weil wir Frieden wollen ...
Wir leben in einer Zeit größter Verunsicherung durch die dramatische weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, verbunden mit Demokratieabbau und der Androhung neuer Kriege. Als Rechtfertigung für militärische Interventionen werden humanitäre Ziele vorgeschoben.
Den wirtschaftlich und politisch Herrschenden müssen Kriegsabenteuer wie in Afghanistan, Irak und Libyen unmöglich gemacht werden. Militärischen Interventionen gegen Syrien und den Iran widersetzen wir uns.
Wir fordern den sofortigen undbedingungslosen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und von allen anderen Auslandseinsätzen. Waffenexporte sind zu verbieten. Der konfliktreiche Nahe und Mittlere Osten ist in eine atomwaffenfreie Zone umzuwandeln. Atomwaffen müssen weltweit vernichtet werden.
Wir stellen uns dem Werben für Militär und Krieg entgegen. Es ist für uns unerträglich, dass Krieg wieder als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln gelten soll. Wir bestehen auf der Einhaltung des Völkerrechts und der UNO-Charta mit ihrem strikten Gewaltverbot. Angesichts unserer Geschichte sehen wir uns in besonderem Maße zur Wachsamkeit verpflichtet. Das schließt den Kampf gegen Rassismus, Neonazismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit mit ein. Wir wollen Frieden, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Demokratie und ökologische Vernunft durchsetzen.
müssen wir die Politik in die eigenen Hände nehmen."

Antikriegstag 1. September 2011

Gedenkstunde zum Antikriegstag 2011 an der Nikolauskapelle in Esslingen

Hanna Maier-Gschwend führt durch die Veranstaltung.

„Keine Militäreinsätze zur Durchsetzung von
Wirtschafts- und Machtinteressen !“
Er zeigt, dass auch in Libyen diese Interessen im Vordergrund standen.

Matthias Burkhardt berichtet über die Versuche der Bundeswehr Schülerinnen und Schüler an den Schulen in Baden-Württemberg zu indoktrinieren.

Daniel Zimmermann trägt mit seinem wunderschönen Klarinettenspiel
wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Irene Hörburger und Margit Sandig legen den Kranz in der Kapelle nieder.

(Die Rede von Tom Bittner ist hier nachzulesen: Hier)

Vor der Nikolauskapelle in der Inneren Brücke spielt bei der Gedenkfeier Antonia Beck Cello. Links und rechts Siggi Altherr-König (die durch das Programm führt) und der Hauptredner Tom Bittner vom DGB:

Der Schauspieler Klaus Lerm spricht Gedichte von Erich Fried:

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Regio-Radtour 2010 (siehe auch unter Veranstaltungen)
Kleine Bildergalerie:

Das Anliegen der Regio-Tour: Global Zero Now:
Keine Atomwaffen mehr bis 2020

Wolfgang Schlupp-Hauck und Brigitte Schlupp-Wick im Gespräch mit einer der InitiatorInnen (SchülersprecherInnen und SchülerInnen von Heidelberger Schulen) der Aktion Völkerrecht von 2003.

Die Tour trifft ein

Hellfried Sandig vom Friedensbündnis

Siggi Altherr-König vom Friedensbündnis begrüßt für die Veranstalter die TeilnehmerInnen der eintreffenden Tour

Die Musikgruppe umrahmt die Veranstaltung vor dem Alten Rathaus in Esslingen

Tobias Hardt vom Friedensbündnis am Saxophon

Der "Schutzwall" der Aktion Völkerrecht gegen die Gefahr der atomaren Waffen (das "Esslinger" Teilstück)

Hanna Maier-Gschwend vom Friedensbündnis hilft den "Schutzwall" weiterzubauen

Bürgermeister Markus Raab hält die Rede zum Aufenthalt der Tour in Esslingen in Vertretung von OB Zieger (Mitglied der Mayors for Peace)

Margit Sandig spricht für das Friedensbündnis Esslingen unter dem Motto "Wir sind locker. Aber wir lassen nicht locker."
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Ostermarsch 2010

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Jürgen Rose, der Referent vom AK »Darmstädter Signal« (links) und Tom Bittner (rechts) bei der Veranstaltung Bundeswehr am Hindukusch - wie lange noch?
am 12. März 2010 im Salemer Pfleghof

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Regioradtour 2009 der Pacemakers
für die Abschaffung der restlichen Atomwaffen in Deutschland und aller Atomwaffen in der Welt
25. Juli 2009
Das Friedensbündnis Esslingen ist Mitveranstalter
Der Empfang der Tour in Esslingen wird vorbereitet:

Marla singt Friedenslieder
OB Zieger von Esslingen spricht zur Versammlung (Inzwischen ist die Tour eingetroffen):

Tom Bittner spricht für das Friedensbündnis

Klaus Pfisterer bedankt sich

Auch Bürgermeister Fink aus Aichwald (wie Zieger Mitglied der Mayors for Peace-Bürgermeister für den Frieden) ist ein Stück mitgeradelt:

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Antikriegstag 1. September 2008
Ankündigung Tom Bittner spricht

Marla singt
Friedenslieder
Helmut Maier hält die Antikriegstags-Rede*
ZuhörerInnen
Der vom Friedensbündnis Esslingen
niedergelegte Kranz
*siehe unsere Themen
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Radtour gegen Atomwaffen
Friedensfahrer/innen trotzten am 12. Juli 2008 allen Wetterprognosen und und fuhren mit bis zu 80 Teilnahmer/innen, bunt geschmückt und gut gelaunt von Kirchheim/Teck über Ebersbach, Plochingen, Altbach, Esslingen und Köngen zurück nach Kirchheim/ Teck. Dieses so bisher einmalige Ereignis in Deutschland wurde lange vorbereitet und nun zum vollen Erfolg.
Start in Kirchheim/ Teck

Mit Brezeln und Kuchen wurden die Sportler/innen in Kirchheim/ Teck von Bürgermeister Günter Riemer begrüßt und anschließend begleitet. "Die Radtour wird trocken ankommen", prognostizierte er angesichts der unsicheren Wetterlage und er sollte Recht behalten. In Vertretung der Oberbürger- meisterin Angelika Heidecker-Matt verlas er ihre Grußworte: "...Heute bergen Atomwaffen das Risiko eines nuklearen Terrorismus, eines tragischen Unfalls oder militärischer Fehlkalkulationen....Und Terroristen lassen sich von Atomwaffen nicht abschrecken."
Ausstellung zu Atomtests im Pazifik begleiten Regio-Radtour in Ebersbach
Über Schlierbach ging es weiter nach Ebersbach. Unter der Federführung von Tobias Bollinger, Gemeinderat der Grünen, wurde dort die Ausstellung "Kein Bravo für Bikini" eröffnet, die sich mit den Atomtests im Pazifikraum seit den 1950er Jahren beschäftigt. Bürgermeister Edgar Wolf begrüßte die Teilnehmer/innen, nachdem auch er von Kirchheim aus mitgefahren war. Für ihn war das Kinder- und Jugendzentrum in Ebersbach genau der richtige Ort für die Rede, "ist die (noch ausstehende) Abschaffung der Atomwaffen doch eine zukunftsweisende Entscheidung für unsere Kinder und Jugend." In einem Grußwort des Bundestagsabgeordneten Walter Riester erinnnerte dieser an die ersten Abwürfe von Atombomben in Hiroshima und Nagasaki 1945: "Der Abwurf von Atombomben ist in so hohem Maß unmenschlich, dass er durch keine kriegerische Handlung zu rechtfertigen ist." Hauptorganisator Klaus Pfisterer von der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner konkretisierte diese Feststellung durch die Forderung: "Weltweit lagern 25.000 bis 30.000 Atomwaffen, viele davon jederzeit einsatzbereit. Mindestens 20 davon sind in Büchel in der Eifel stationiert. Im Ernstfall würden sie unter amerikanischem Befehl und unter amerikanischer Aufsicht von deutschen Piloten abgeworfen. Alle Atomwaffen weltweit müssen vernichtet werden."
Beitritt des Bürgermeisters Frank Buß zu den Mayors for Peace in Plochingen verkündet
Trotz Marquardtfest und internationalen Gästen ließ es sich der neue Plochinger Bürgermeister Frank Buß nicht nehmen, seinen Beitritt zu den Mayors for Peace den Teilnehmer/innen persönlich zu verkünden. Hier stieß auch der jüngste Radfahrer Jaques F. zum Teilnehmerfeld, der immerhin die ca. 12 km nach Esslingen und die selbe Strecke zurück auf sich nahm.
Auch die Bürgermeister Wolfgang Benignus und Nicolas Fink geben ihren Beitritt bekannt
In Altbach stoppten die Fahradfahrer/innen noch einmal, aus gutem Grund. Am Rathaus wartete Bürgermeister Wolfgang Benignus und wies auf die Sinnlosigkeit kriegerischer Auseinandersetzungen hin. Er sprach sich für eine Erinnerungskultur aus, um aus den Erfahrungen einer leidvollen Vergangenheit die Konsequenzen für eine friedlichere Zukunft zu ziehen. Auch gab er seinen Beitritt zu den Mayors for Peace bekannt. Damit wurde die Initiative der Mayors for Peace im Kreis Esslingen gestärkt, zumal auch Bürgermeister Nicolas Fink in Aichwald anlässlich der Regio-Radtour seinen Beitritt in dieser Woche erklärt hatte. Mittlerweile sind zehn Gemeinden im Landkreis Esslingen dabei.
Friedensfest in Esslingen

Als laute Tröten ertönten, legte die Band "Ab ond Zo" los und sang "Verdamp lang her". Die Erinnerung an den Anfang der 1980ger Jahre war da, als die Menschenkette vom ehemaligen Atomraketenstandort Neu-Ulm nach Stuttgart über Esslingen verlief. So mancher saß jetzt auf den Bänken und dachte an die riesigen Demonstrationen, die sich vor allem gegen Pershing II- Raketen richteten, von denen noch mindestens 20 in Büchel in der Eifel gelagert sind. "Schaffen wir es in den nächsten zwei Jahren diese Waffen aus Deutschland zu bannen?" Margit Sandig als Rednerin des Friedensbündnisses bestärkte diese Hoffnung und meinte, dass sich dann die vielen Bemühungen von damals gelohnt hätten.
Als "eines von vielen kleinen Zeichen" bezeichnete Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger die Friedensradtour, "um aus den vielen kleinen ein großes auf dem Weg zur weltweiten atomaren Abrüstung zu machen."
Kunstradfahrer/innen und Friedensfahrer/innen machen in Köngen gemeinsame Sache

Einen besonders tollen Empfang gab es für die Tourteilnehmer/innen in Köngen. Mit ihren Einrädern legte die Jugendmannschaft des RSC Köngen eine tolle Show hin. Dem nicht genug warteten viele Kinder des Kindergartens Hausäcker mit selbst gebastelten Friedenstauben und einem begeisternden Fußballtanz den Teilnehmer/innen auf und last but not least gaben die Bläser der Musikschule Köngen/ Wendlingen ihr Bestes. Heinrich Schuster vom ökumenischen Friedenskreis hatte sich mit der Vorbereitung mächtig ins Zeug gelegt, um den Frieden zur Herzenssache zu machen.
Das Bild rundete Bürgermeister Hans Weil mit seiner Rede und der Idee, in der Vergabe neuer Straßennamen im Sinne der Friedensbewegung aktiv zu werden, ab.
Dass auch die Gmünder Tagespost über unsere Tour berichtete, dafür sorgten die "phantastischen Vier" von der Pressehütte in Mutlangen. Unter dem Mottto "Wer die Welt verändern will, muss auch was dafür tun", stießen die vier in Ebersbach dazu und fuhren den Rest der Strecke mit.
Wer auf den Geschmack des Fahrradfahrens, zumal für eine gute Sache, gekommen ist, kann am 30. August den sieben Mal zu fahrenden Rundkurs um das Atomwaffenlager in Büchel mitfahren. Informationen unter www.pace-makers.de .

Erste Bilder von der Pacemaker-Friedensradtour am 12.7.08
(siehe genauere Informationen weiter unten)

Ankunft in Esslingen
Kulturprogramm
Esslingens OB Zieger begrüßt die Teilnehmer
Margit Sandig spricht für das Friedensbündnis Esslingen
Tom Bittner hört aufmerksam zu
Der Organisator Klaus Pfisterer
Verabschiedung
Der von der Aktion Völkerrecht initiierte "Schutzwall gegen die Atomwaffen" wächst und wächst auch hier
Radtour gegen Atomwaffen
Pacemakers-Friedensradtour kommt am 12. Juli nach Esslingen und Köngen
Die Pacemakers-Regio-Rad-Tour, mit Start und Ziel in Kirchheim/Teck, setzt sich für die Abschaffung aller Atomwaffen ein und macht am Samstag, den 12.07.2008 Station in Esslingen und Köngen. In Esslingen werden die Radler um 14.00 Uhr vor dem Alten Rathaus und um 16.00 Uhr vor dem Radhaus in Köngen erwartet. Aufgerufen zur Teilnahme sind alle friedensbewegten Menschen, die mit bunt geschmückten Rädern die Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt unterstützen möchten.
Ein breites Aktionsbündnis aus der Region, zu dem auch das Friedensbündnis Esslingen und das Ökumenische Friedensgebet Köngen gehören, wirbt gemeinsam mit den BürgermeisterInnen für den Frieden (Mayors for Peace), Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger, Esslingen, Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, Kirchheim/Teck, Bürgermeister Edgar Wolff, Ebersbach und Bürgermeister Hans Weil, Köngen, für eine atomwaffenfreie Welt bis zum Jahr 2020.
Bereits eine halbe Stunde vor Eintreffen der RadlerInnen beginnt vor den Rathäusern in Esslingen und Köngen ein kulturelles Rahmenprogramm. In Köngen gibt es zudem Darbietungen von Kindern des Hausacker-Kindergartens und Mitgliedern des Radsportclubs.
Die Idee zur Regio-Tour hatte Klaus Pfisterer von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Neckar-Fils, der gemeinsam mit anderen die Planungen in den vergangenen Monaten vorantrieb. Die Friedens-Tour startet um 10 Uhr in Kirchheim/Teck vor dem Rathaus und führt über Schlierbach, Ebersbach, Reichenbach, Plochingen, Altbach, Zell, Oberesslingen, Esslingen, Deizisau, Köngen und Wendlingen zurück nach Kirchheim/Teck. Gegen 17 Uhr will man dort wieder ankommen.
Die Friedensradtour will kein Wettrennen sein, sondern ein gemeinsames Radeln für eine atomwaffenfreie Welt. Die Gesamtstrecke beträgt 60 km, wobei auch Teilstrecken von 15 bis 20 km gefahren werden können. Jede/r kann unterwegs aus- und einsteigen. Der Schnitt wird bei 10-12 km/h liegen. Gefahren wird auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im geschlossenen Feld mit Polizeibegleitung zur Absicherung der Gruppe.
Am 6. und 9. August 2008 jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
zum 63. Mal. Dabei starben über 300.000 Menschen. Noch heute leiden viele Menschen an den Spätfolgen. Weltweit lagern 25.000 – 30.000 Atomwaffen, viele davon jederzeit einsatzbereit. In Deutschland lagern mindestens 20 einsatzbereite Atomwaffen in Büchel (Eifel). Die Möglichkeit, dass Atomwaffen eingesetzt werden, ist jederzeit gegeben, so lange es diese Waffen gibt. Sollten sie eingesetzt werden, werden große Teile der Erde unbewohnbar werden. Dies gilt es zu verhindern, daher müssen alle Atomwaffen vernichtet werden.
Die Mayors for Peace, BürgermeisterInnen für den Frieden, wurden 1982 gegründet. Die internationale Vereinigung wird von über 2000 BürgermeisterInnen weltweit unterstützt. Das gemeinsame Ziel: Die Abschaffung aller Atomwaffen. Zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region sind bereits Mitglied der Mayors for Peace und die Rad-Tour will deren Ziele breiter in die Öffentlichkeit tragen sowie weitere BürgermeisterInnen für die Mitgliedschaft gewinnen.
Die Fahrradtour will die Kampagne „unsere zukunft – atomwaffenfrei“ in die Öffentlichkeit tragen und fordert den Anzug aller Atomwaffen aus Deutschland bis spätestens 2010.
Bis zum Jahr 2020 soll die Welt atomwaffenfrei sein. Die Initiatoren, sowie die Unterstützerinnen und Unterstützer fordern die Bundesregierung auf, keine Mitarbeit an der Planung und dem Einsatz von Atomwaffen zu leisten.
Infos www.pace-makers.de
Siehe auch hier!
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Antikriegstag in Esslingen
am 1.September 2007
Nikolauskapelle - Innere Brücke
17.00 Uhr
1.
September - Antikriegstag
Gedenkfeier
und Kranzniederlegung
Samstag, 1.
September 2007,
17.00 Uhr
Esslingen,
Nikolauskapelle
auf der
Inneren Brücke
(Fußgängerzone)
Ansprache: Bernd
Köster
Sekretär
der DGB-Region Stuttgart
Kultur: Marla singt Lieder gegen den Krieg
Eine andere Welt ist
möglich - Aufruf zum Antikriegstag
2007
Wir stehen hier, um an zwei Weltkriege zu erinnern, die uns dazu ermahnen alles zu tun, um Kriege zu verhindern und den Krieg als legitimes Mittel der Politik zu ächten.
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Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen der Zweite Weltkrieg. Mit diesem Krieg brachte Deutschland zum zweiten Mal in wenigen Jahren ungeheures Leid über Millionen von Menschen, besonders in Osteuropa. 55 Millionen Menschen wurden getötet, davon allein 20 Millionen Sowjetbürger/innen, unzählige wurden verletzt und verstümmelt. Hunderttausende zu Zwangsarbeit verschleppt. Tausende von Städten und Dörfern wurden zerstört. Den Gipfelpunkt fand die faschistische Barbarei in der systematischen und industriellen Ermordung von 6 Millionen Juden in den Konzentrationslagern. Im Potsdamer Abkommen der Siegermächte wurde festgelegt, dass Deutschland entnazifiziert, entmilitarisiert, sowie die wirtschaftliche Macht durch die Entflechtung monopolistischer Großunternehmen eingeschränkt werden sollte, damit von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen kann. |
Nie mehr
Faschismus! Nie wieder Krieg!
Das war die Erkenntnis, die in der ganzen Welt die Menschen einte. Schon bald blieb es lediglich eine Hoffnung, denn Kriege wurden rund um den Erdball weiter geführt und nach nur wenigen Jahren wurden beide deutschen Staaten wieder aufgerüstet.
Trotz allem fanden sich immer wieder Menschen, die dagegen protestierten, wie z. B. die OstermarschiererInnen seit den 60-er Jahren, die GegnerInnen der Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen in Westdeutschland oder die GegnerInnen des Irak-Kriegs.
Heute braucht der Frieden mehr Bewegung denn je. Ermutigt durch den Zerfall der ehemaligen Sowjetunion spielt sich die amerikanische Regierung unter dem jetzigen Präsidenten als Weltpolizist auf und führt in einigen Ländern Krieg. Der in Afghanistan geführte „Krieg gegen den Terror“ trifft in erster Linie die Zivilbevölkerung.
Das in Calw stationierte „Kommando Spezialkräfte“ operiert jenseits demokratischer Kontrolle und ist möglicherweise in die Verschleppung und Misshandlung Gefangener verwickelt. Seit dem Krieg auf dem Balkan 1999 und mit der Entsendung von Tornados nach Afghanistan ist die Bundeswehr an kriegerischen Handlungen beteiligt.
Im Streben nach vollständiger politischer Kontrolle und zum Zwecke der Rohstoffsicherung überfiel die USA 2003 den Irak. Weit über 600.000 Iraker wurden durch den Krieg getötet. Oft werden die Iraker selbst für die eskalierende Gewalt verantwortlich gemacht. Dabei haben Krieg und Besatzung zumindest die aktuellen Bedingungen verschärft, wenn nicht sogar erst geschaffen.
Die Beteiligung der Bundeswehr an weltweiten Kriegen verstößt gegen den Geist der Verfassung. Die Unterstützung der USA, die Erlaubnis deutsches Territorium für den Nachschub zu nutzen, verstößt genau gegen diese Verfassung, die Deutschland mit dazu verholfen hat, wieder in die Gemeinschaft der Nationen aufgenommen zu werden. Eine andere Welt ist möglich, indem man sich auf diese Verfassung besinnt und sie nicht militärischem Machtstreben preisgibt.
Mit vielfältigen Aktionen versucht das Friedensbündnis Esslingen, Schritte für den Frieden zu tun.
Seit über 25 Jahren stehen die Mitglieder der Ökumenischen Friedensgruppe wöchentlich vor der Nikolauskapelle und informieren die Esslinger/innen und ebenso lange begehen wir den Antikriegstag.
Der Frieden braucht Bewegung,
bewegen
wir uns!
Antikriegstag 2006
In seiner Eröffnungsrede erinnerte der DGB- Kreisvorsitzende Tom Bittner daran:
"Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen der zweite Weltkrieg. Mit diesem Krieg brachte Deutschland zum zweiten Mal ungeheures Leid über Millionen von Menschen, besonders in Osteuropa. 55 Millionen Menschen wurden getötet, davon allein 20 Millionen Sowjetbürger/innen, unzählige wurden verletzt und verstümmelt, hunderttausende zu Zwangarbeit verschleppt. Tausende von Städten und Dörfern wurden zerstört. Den Gipfelpunkt fand die faschistische Barbarei in der systematischen und industriellen Ermordung von 6 Millionen Juden in den Vernichtungslagern. Im Potsdamer Abkommen der Siegermächte wurde festgelegt, dass Deutschland entnazifiziert, entmilitarisiert, sowie wirtschaftliche Macht durch die Entflechtung monopolistischer Großunternehmen eingeschränkt werden sollte, damit von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen kann."
Jugendliche des
internationalen Workcamps in Mutlangen
bereicherten die diesjährige Gedenkfeier mit ihrem Elan und ihrer
Aktion DENKmal für das Völkerrecht, einer Wand mit
Steinen, auf denen die Unterzeichner/innen sich für den
Abbau der Atomwaffen in aller Welt und gegen Kriege, die nicht
ausschließlich das Recht auf Selbstverteidigung beinhalten,
wenden. Sie bastelten und verschenkten kleine Papierkraniche - einem
Brauch aus Japan folgend -
suchten das Gespräch mit Passantinnen
und Passanten in der
Fußgängerzone und konnten ihre Mauer
vergrößern.
In
ihrer Rede erzählte Julia Kramer davon, wie wütend sie
als 14-jährige darüber war, dass Erwachsene keinen
Frieden halten konnten. "Es sind die kleinen Schritte, mit denen man
etwas für den Frieden tun kann, dass sich ehemalige Kriegsgegner
versöhnen, dass sich Jugendliche aus aller Welt kennenlernen und
gemeinsam aktiv werden. Das Mutlanger Camp ist ein Beispiel dafür,
dort geht es um die
Gefahren von Atomwaffen und Atomkraft. Krieg darf
kein Instrument zur Durchsetzung von Politik werden." Das konnten
Freunde des Friedensbündnisses und andere hautnah miterleben, denn
die Jugendlichen kamen aus Japan, Ecuador,
Weißrussland, Mexiko,
Kroatien und Deutschland. Ein weiteres treffendes Beispiel für
Begegnungen fügte sie gleich hinzu: "Eine Freundin erlebte bei
einem internationalen Camp
in Weißrussland, dass ihr ein
Überlebender aus den Konzentrationslagern eine Tüte
Äpfel geschenkt hatte."
Tobias aus Ebersbach/ Fils bestärkte seine Motivation: "Wir wollen nicht unseren Kindern eine Welt hinterlassen, voll von Atomwaffen und anderen Gefahren, die von der Atomkraft ausgehen." Nina aus Renningen berichtete von ihrer Aktion Völkerrecht, mit der sie visuell sichtbar machen wollen, dass viele Menschen die Existenz von Atomwaffen und die Führung von Kriegen zur Durchsetzung politischer Interessen nicht mittragen. "Mit dieser Mauer haben wir unsere Aktionen in New York anlässlich der UNO-Vollbersammlung begleitet. Im letzten Jahr wurde sie in Hiroshima aufgebaut. Sie ist mittlerweile 400m lang und besteht aus 100.000 Klötzchen mit Unterschriften."
Antikriegstag 2005
Ca. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammelten sich in diesem Jahr am Postmichelbrunnen in Esslingen, um gemeinsam den Antikriegstag zu begehen. Der DGB- Kreisvorsitzende Thomas Bittner begrüßte die Gäste und den evangelischen Dekan Kaufmann, der die Ansprache hielt:
"60
Millionen Menschen starben in Folge dieses Datums, eine Zahl, die nicht
zu fassen ist. Jedes Opfer hat ein Gesicht, jeder Tote einen Traum vom
Leben in Frieden und Hoffnung auf einen Fetzen Glück gehabt. Das
Datum erinnert auch an Millionen von Juden, die im besetzten Polen
hinter den Frontlinien systematisch umgebracht wurden.Ohne Kenntnis der
Geschichte gibt es keine politische Orientierung in der Gegenwart.
Frieden ist nicht selbstverständlich, sondern kostbar, ein
Ergebnis guter Politik und demokratischen Bewusstseins. Erinnern macht
wachsam, wenn Krieg wieder auf die Tagesordnung gesetzt wird,
Waffenembargos fast unbemerkt aufgehoben werden sollen, weitere
Unsummen in die Rüstung fließen." Die Geschichte zeige, wozu
der Mensch fähig sei: "Wir erheben uns nicht über die, die
vor uns waren. Wir erkennen die Anfälligkeit des Menschen für
einfache, schnelle Antworten auf Kosten anderer. Wir sehen unsere
Verpflichtung, wachsam zu sein." Voraussetzung für den Frieden
seien Rechtsstaatlichkeit, Abbau krasser ökonomischer
Ungleichheiten, Stärkung der internationalen Organisationen und
des Völkerrechts und eine Kultur gegen Intoleranz und
nationalistische Tendenzen.
Mitglieder
und Freunde des Friedensbündnisses präsentierten Lieder und
Texte, die daran erinnerten, dass Menschen ihr Geld nicht essen
können, dass nur die Erde dem Menschen eine Wohnung sei. Die
Ballade und Parodie vom bedrohlichen Nachbarn zeigte auf, dass die
Eskalation der Gewalt bei Nachbarn anfange und - in die "große
Politik" übertragen - furchtbare Auswirkungen habe.Frieden braucht Fachkräfte
Katholisches und evangelisches Bildungswerk, die Pax Christi Gruppe Esslingen sowie das Esslinger Friedensbündnis präsentierten eine Ausstellung des Forums Ziviler Friedensdienst vom 17.10. bis 3.11.05 im Esslinger Einkaufszentrum ES. 1142 Besucherinnen und Besucher konnten sich im Herbst auf verschiedenen Schautafeln mit den Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktlösung auseinandersetzen.

Inhalte der Ausstellung: Gewalt und Terror eskalieren, insbesondere dort, wo staatliche Strukturen nicht mehr handlungsfähig sind, aber auch in den No-go-Areas westlicher Großstädte. Wer auf Terror in erster Linie militärisch reagiert, nimmt zwangsweise das Leiden und den Tod völlig Unbeteiligter in Kauf und treibt so den Terrorgruppen zwangsläufig neue Freiwillige in die Arme. Krieg wird wieder als legitimes Mittel der Außenpolitik angesehen. Die meisten Opfer weltweit fordert eine strukturelle Gewalt, ausgedrückt in einer extrem ungleichen Verteilung der Lebenschancen. Gewalt fasziniert, dargestellt in den Medien fast schon zum Alltag geworden, trägt sie dazu bei, dass wir oft nur Konfliktvermeidung oder eigene Gewaltanwendung als wirksame Reaktion in Betracht ziehen. Grundgedanke der zivilen Konfliktbearbeitung ist die Suche nach gewaltfreien Lösungen. In jeder Auseinandersetzung finden sich Menschen und Institutionen, die aktiv gegen Gewalt und für die Berücksichtigung der Interessen aller eintreten. Solche Kräfte ausfindig zu machen, sie miteinander zu vernetzen und zu stärken, ist eine zentrale Aufgabe der Konfliktbearbeitung. Bedeutend ist die Aufarbeitung von Unrecht und Gewalt, denn nur aus dem Wissen um die Wahrheit kann Versöhnung entstehen. Die Werkzeuge ziviler Konfliktbearbeitung durchlaufen die verschiedenen Konfliktphasen, greifen über Vermittlung, Dialogprogramme, aber auch Embargos, Waffenstillstand, Personenschutz, Dokumentation, humanitäre Hilfe, Wiedereingliederungshilfe für Flüchtlinge, Traumatisierungsbearbeitung, Versöhnungsprozesse, Rehabilitation, Wiederaufbau, Stärkung von Friedenskräften und den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen. Praktische Beispiele wurden aus Südafrika, den Philippinen, Bosnien, Ost- Timor, Kamerun, Israel, Palästina und Serbien dargestellt.
Fast
50
Friedensfreundinnen und -freunde beteiligten sich an der Betreuung der
Ausstellung und standen den Besucherinnen und Besuchern für Fragen
zur Verfügung. Auch Schulklassen und Gruppen Studierender
besuchten die Ausstellung im ES. Eine Schülerin stellte den
treffenden Vergleich an: "Das ist ja so ähnlich wie das
Streitschlichtermodell an unserer Schule." Eine Reihe von
Veranstaltungen schmückten den Rahmen.
Eröffnung

Im Namen der Veranstalter eröffnete Adalbert Kuhn, Leiter des katholischen Bildungswerks, die Ausstellung. Andreas Zumach, internationaler Korrespodent in Genf u.a. für die Berliner "tageszeitung", hob in seiner Ansprache die Bedeutsamkeit ziviler Konfliktlösungen und gewaltfreier Ansätze in der Politik, angesichts drohender Szenarien in Iran und Irak, hervor: "Das Verhältnis zwischen den Ausgaben für militärische Zwecke und für zivile Friedenszwecke beträgt in Deutschland etwa 1000:1. Noch finden die Einsätze des Zivilen Friedensdienstes fast ausschließlich in Situationen statt, in denen Kriege und andere Gewaltkonflikte bereits stattgefunden haben. Dringend erforderllich wären aber Einsätze, die der Prävention dienen würden." In seinem Grußwort unterstrich Bürgermeister Dr. Manfred Raab dies. Das musikalische Programm der Rhythm Check Percussion Crew der städtischen Musikschule Ostfildern gab der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen. Besonders eindrücklich war das Stück, in dem ein Dialog zwischen Trommel und Marimba musikalisch genau das darstellte, was die Ausstellung wollte: Dialog, Gespräch und Suche nach gemeinsamen Lösungen an Stelle von gewaltsamer Auseinandersetzung.
Dem Frieden auf die Sprünge helfen
Wir wollen Euer Erbe nicht antreten
In einer Abendveranstaltung zur
Ausstellung berichtete die
Friedensforscherin Julia Kramer im Gemeindehaus „Laterne“ von der
gescheiterten UNO – Abrüstungskonferenz in New
York. Dort nutzten versierte Diplomaten vor allem aus dem Iran und den
USA alle Tricks gegen die UNO – Vertragspflichten zur Beseitigung von
Atomwaffen. Davon sind weltweit immer noch rund 30000 gelagert. Und
immer mehr Länder überlegen sich jetzt, eigene Atomwaffen
anzuschaffen, seit die USA und wohl auch China neue
Militärpläne für den Einsatz von Atomwaffen entwickeln.
In einer inzwischen berühmt gewordenen Rede der Jugend im UNO –
Plenum, an der auch Gruppen aus Heidelberg und Mutlangen beteiligt
waren, protestierten diese gegen den Skandal, dass offizielle Vertreter
von Staaten die atomare Abrüstung unterlaufen. Das Fazit der
Jugend in New York: „Leider müssen wir immer wieder feststellen,
dass sich diejenigen, die durch die Korridore der Macht gehen, nicht
den moralischen Werten anschließen, die man uns in der Schule, zu
Hause, in Büchern und in den Medien vermittelt.“ Daher
appellierten sie: „Gemäß der UN – Charta ist es Ihre
vorrangigste und wichtigste Pflicht,
zukünftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu
bewahren. Angesichts dessen sagen wir Ihnen ganz offen, dass wir nicht
verstehen, wie Sie den Frieden gewährleisten und uns
beschützen können, ohne die gefährlichste aller Waffen,
die die Menschheit je geschaffen hat, zu vernichten.“ In der Diskussion
zeigte sich, dass dies kein einmaliges Aufbegehren sein wird. Die
Friedensforscherin gründet in Mailand zusammen mit Teilnehmerinnen
und Teilnehmern der Konferenz ein Jugendnetzwerk für Europa, das
in Deutschland den nötigen politischen Druck fortsetzt. Auch in
Esslingen sprang der Gedanke über: Mehrere Teilnehmerinnen und
Teilnehmer entschlossen sich spontan, diesen groß angelegten
Aufbruch finanziell zu unterstützen.
Schritte auf dem Weg zum Frieden: Frauenerzählcafe
Ehemaliger Sindelfinger OB Joachim
Rücker kümmert sich
im Kosovo um den wirtschaftlichen Wiederaufbau
Im
Rahmen der Ausstellung „Frieden braucht Fachleute“ führten der kosovarische Schriftsteller Beqe
Cufaj und der ehemalige OB Sindelfingens
und jetzige Botschafter der United Nations
Mission im Kosovo, Joachim Rücker, ein
Gespräch im Kutschersaal der Esslinger Stadtbücherei zur
Situation im Kosovo. Beide setzten sich mit dem mühsamen Prozess
der nachhaltigen Konfliktbewältigung auf dem Weg zu einem
dauerhaften Frieden auseinander. In einem Interview vorab mit dem
Redakteur der Esslinger Zeitung Alexander Maier meinte Joachim
Rücker: “Zunächst braucht man solide Kenntnisse über die
Wurzeln der Konflikte, in deren Spannungsfeld man sich begibt. Hinzu
kommen Einfühlungsvermögen und der Wille nützliche
Ergebnisse zu erzielen. Die internationale Gemeinschaft muss derzeit
durch militärische und zivile Präsenz Stabilität
schaffen. Vor allem aber brauchen die Menschen im
Kosovo eine Perspektive. Deshalb gehe ich davon aus, dass der
Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 24.10. beschließen wird,
die Verhandlungen über den endgültigen Status des Kosovo
einzuleiten. Wir sollten dafür eintreten, dass der westliche
Balkan eines Tages zur Europäischen Union gehören kann.“ Die
musikalische Umrahmung gestaltete ein Ensemble der Esslinger
Musikschule.
Erfahrungen als Friedenskraft im Kosovo
Kees
Wiebering berichtete am 26.10. im
Hochschulzentrum und im Salemer Pfleghof
von seiner Tätigkeit und seinen Erfahrungen im Kosovo. Kees Wiebering ist Ingenieur und Mediator
und arbeitete dort von 2001 bis 2003 als Friedenskraft für Pax Christi Rottenburg- Stuttgart. Schwerpunkte
seiner Arbeit waren die Unterstützung des Aufbaus lokaler
zivilgesellschaftlicher Strukturen. Dabei ging es um die
Suche nach gemeinsamen Interessen von lokalen
Nichtregierungsorganisationen. Ein zentrales Projekt war das
Organisieren von Diskussionen über die Rückkehrproblematik,
die live über Radiostationen im Raum Prizren
übertragen wurden. Friedensfachkräfte kümmern sich um
Verwundungen, die der Krieg bei der Bevölkerung hinterlassen hat.
Schwerpunktmäßig geht es ihnen um das
Vermitteln von Konfliktstrategien, die auf Versöhnung,
Verständnis und Gewaltlosigkeit abzielen.
Hotel
Ruanda
Das katholische Bildungswerk und das kommunale Kino zeigten den
Spielfilm "Hotel Ruanda" und luden anschließend zur
Diskussion ein. Das Kino war total ausgebucht, dabei war schwer
verdaulich, was die Zuschauer vorgesetzt bekamen. Fast eine Millionen
Menschen fielen in nur 100 Tagen 1994 diesem schrecklichen
Völkermord zum Opfer. Fassungslosigkeit und die Frage „warum“
blieben. Der Film zeigte die wahre Geschichte um einen Manager, in
dessen Hotel 1200 Menschen Zuflucht fanden und sie vor den
Schlächtern vor der Tür gerettet wurden. Zeitzeugen, ein
ehemaliger Entwicklungshelfer und eine Ruanderin waren zu Gast. Fazite
waren: Die westliche Welt verschloss die Augen, lediglich die
Weißen wurden evakuiert. Und die Waffen stammten ... Eine
Forderung aus dem Publikum hieß: "sich für eine Reform
der UNO einsetzen, so dass sie nicht mehr vorrangig
Großmachtinteressen dient.“

